Finanzkrise: DIW sieht deutsche Wirtschaft wieder im Aufwind

Finanzkrise: DIW sieht deutsche Wirtschaft wieder im Aufwind

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Weil es der Industrie wieder besser gehe, fasst laut DIW auch die deutsche Wirtschaft wieder Tritt

Trotz der Finanzkrise wird die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zum Jahresende wieder besser in Tritt kommen. Vor allem dem produzierenden Gewerbe gehe es wieder besser.

Für das laufende vierte Quartal sagt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ein Wachstum um 0,3 Prozent voraus. „Die Realwirtschaft zeigt sich insgesamt recht robust gegenüber der derzeitigen Krise im Finanzsektor“, sagte DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths heute zur Veröffentlichung des aktuellen Konjunkturbarometers.

Zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung trage maßgeblich bei, dass der kräftige Schrumpfungsprozess im Produzierenden Gewerbe gestoppt sei. Nach der deutlichen Abkühlung im Sommer sei in den Bereichen außerhalb des Baugewerbes mit einem Plus von 0,1 Prozent zu rechnen. Im Baugewerbe selbst sei mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent zu rechnen.

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Der Bereich Handel, Gaststätten und Verkehr werde voraussichtlich mit einem Plus von 0,6 Prozent im vierten Quartal eine etwas größere Dynamik entwickeln. Dennoch gehen laut DIW von den Verwerfungen an den Finanzmärkten erhebliche Risiken für den weiteren konjunkturellen Verlauf aus. Die komfortablen Auftragspolster hätten die Kapitalbasis der Unternehmen und damit deren Widerstandsfähigkeit in der Krise zwar gestärkt.

Deutschland sei aber auf funktionsfähige Finanzmärkte angewiesen. „Die Bereinigung der Vertrauenskrise und die Rückkehr zur Normalität sind daher dringend geboten, um Schaden von der Realwirtschaft abzuwenden“, warnte Kooths. Das DIW geht davon aus, dass sich das Wachstum von 1,9 Prozent in diesem Jahr 2009 in etwa halbieren wird. Damit sind die Berliner Forscher deutlich optimistischer als andere Experten.

In den vergangenen Tagen hatte sich eigentlich unter Wirtschaftsforschern die Meinung durchgesetzt, dass Deutschland mittelfristig in einer Rezession stecke. Die EU-Kommission hatte der deutschen Wirtschaft eine Rezession bescheinigt. Ähnliches sagte Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank voraus. Er hielt eine Rezession in Deutschland für „nicht mehr vermeidbar“. Der Internationale Währungsfonds sagt Deutschland für das kommende Jahr nur noch eine Stagnation voraus.

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