Frankreich: Inflationsschub bleibt überraschend aus

Frankreich: Inflationsschub bleibt überraschend aus

, aktualisiert 28. Februar 2017, 14:30 Uhr
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Für Lebensmittel müssen die Franzosen nach wie vor tief in die Tasche greifen. Dennoch ebbte der Inflationsschub im Februar wieder ab.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Januar betrug die Inflation in Frankreich 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr – der höchste Wert seit vier Jahren. Doch im Februar schwächte sich die Teuerungsrate plötzlich ab. Dafür ist ein Sektor verantwortlich.

ParisDer Preisauftrieb in Frankreich hat sich zuletzt überraschend abgeschwächt. Die Kosten für die Lebenshaltung zogen nach einheitlicher europäischer Berechnungsmethode (HVPI) im Februar zum Vorjahr nur um 1,4 Prozent an, wie das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mitteilte. Noch im Januar war die Teuerung mit 1,6 Prozent auf das höchste Niveau seit mehr als vier Jahren angestiegen. Experten hatten damit gerechnet, dass sich der Preisauftrieb verstärken würde. Zu der überraschenden Abschwächung trug maßgeblich bei, dass sich verarbeitete Produkte verbilligten. Zugleich mussten die Franzosen für Energie und Nahrungsmittel tiefer in die Tasche greifen.

Anders als in Frankreich zogen die Preise in Italien mit 1,6 Prozent stärker an als zu Jahresbeginn, als nur ein Wert von 1,0 Prozent erreicht wurde. Insbesondere die Kosten für Nahrungsmittel und Verkehr stiegen. Für die am Mittwoch anstehenden deutschen Daten erwarten Fachleute ebenfalls einen Anstieg - von 1,9 Prozent im Januar auf 2,1 Prozent im Februar. In Spanien waren die Verbraucherpreise wegen teurerer Energie zuletzt sogar um 3,0 Prozent nach oben geschnellt. Damit liegt der Zuwachs den zweiten Monat in Folge deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB).

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Sie strebt Werte von knapp unter zwei Prozent an. Die jüngsten Daten dürften für Diskussionsstoff auf der Zinssitzung der Währungshüter in der kommenden Woche sorgen. Bundesbankchef Jens Weidmann hat bereits laut über eine Abkehr von der laxen Linie der EZB nachgedacht. Um die Konjunktur zu stützen und die Inflation nach oben zu treiben, pumpen die Hüter des Euro bereits seit März 2015 über den Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren Monat für Monat Milliarden in das Finanzsystem. (

Quelle:  Handelsblatt Online
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