ThemaÖkonomen

Kommentare zu: Welche Rolle spielen Ökonomen in der Gesellschaft?

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16 Kommentare
  • 07.09.2013, 13:54 UhrOikos

    Nicht nur die gegenwärtige Euro-Krise ist von Ökonomen wie Hankel und anderen exakt so vorhergesagt worden, wie wir sie derzeit erleben, sondern auch die Immobilienkrise in den USA wurde lange vorher als drohendes Crashszenario in öffentlichen Massenmedien hinreichend laut und deutlich diskutiert. So laut und deutlich, dass ich mein Aktiendepot schon frühzeitig - leider viel zu frühzeitig, um den letzten Anstieg noch mitzunehmen - stark zurückgefahren habe. Wer heute den Ökonomen diesbezüglich Vorwürfe macht, hat leider damals schon nicht hingehört. Und gehört wahrscheinlich zu den Unverbesserlichen.
    Was nicht heißt, das Kritik an Ökonomen nicht gerechtfertigt ist. Dem Autor des wiwo-Beitrages kann ich in seiner Kritik der gegenwärtigen Entwicklung der Ökonomik oftmals nur zu gut zustimmen.
    Vor allem stimmt aber seine politische Analyse, dass die Immobilienkrise genauso wie die Eurokrise das Resultat eines grandiosen Politikversagens sind. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenige Menschen die politischen Ursachen der Immobilienkrise kennen - und wie viele Menschen vergessen haben, dass der Euro Teil des Projekts war, die stockende Politische Union durch eine Wirtschafts- und Währungsunion voranzutreiben. Die Warnungen der Ökonomen davor sind mir jedenfalls noch gut im Ohr.
    Es ist noch viel Aufklärung der Öffentlichkeit nötig. Weiter so!

    • 08.09.2013, 00:50 Uhrhdh

      Die Politiker haben sich nur von den Managementideen und den vermögensmehrenden Geschäftsmodellen der Wall Street, der Londoner City überzeugen lassen. Sie waren nötig, weil nur sie den rechtlichen Rahmen für die Ideen schaffen konten. Dem Pekunarismus eines Friedman. Ronald Reagan mit der Theorie einer "trickle-down-economy", die Wohlstand in Form von Sickerwasser unten ankomen lässt. Clinton von Robert Rubin und Larry Summers. Rubin, als Mitarbeiter der Ciy Bank, mit dem Zusammenschluss mit der Versicherung Travellers Inc., der Aufhebung des Glass-Stegall-Act, der die Freiheit der Banken zur Vermögensvermehrung bedrohte. Maggie Thatcher machte mit. Kohl und anschliessend Schröder machten die fremden Ideen zu eigenen Ideen. Schröder unterstützt von seinen Staatssekretären Assmussen und Weidmann. Immer wieder waren Banker, Wirtschaftswissenschaftler überzeugte Neoliberale als Berater und Ideengeber dabei, denn es ging und geht um Geld, sehr viel Geld und Macht. Die Grössenordnung ist so bei $850 Trillion im OTC Bereich zu verorten.

      Zurück zu Robert Rubin. Zuerst war er bei der City Bank, dann Finanzminister unter Clinton, dann wieder bei der neu gegründeten CityGroup (incl. Travellers Inc.). Erinnern Sie sich noch an den Finanzminister unter G. W. Busch? Das mm titelte: "GoldmanSachs Chef wird US Finanzminster" (30.5.2006). Nach seinem Rücktritt wurde er wieder Chef bei GoldmanSachs. Unter seiner Regie wurde die Finanzbranche der USA durch Übernehme der Forderungsausfälle durch geführt.
      Ohne zu berücksichtigen, dass es um Geld, sehr viel Geld geht und Macht geht, werden nur unbedeutnde Hilfswillige gebrandmarkt!


  • 07.09.2013, 10:30 UhrKutte

    1. ist diese EURO Krise von einigen Ökonomen vorhergesagt worden. Es gibt gewisse ökonomische Gesetze, die so ähnlich fungieren wie physikalische Gesetze die man nicht ändern kann.
    2. Wenn man als Bundeskanzlerin einen ökonomischen Berater wie Josef Ackermann hinzuzieht muss man sich ja auch nicht wundern.

  • 06.09.2013, 17:32 Uhrpeterknittel

    Politiker als Messgröße mit krimineller Energie zu werten würde ich für legitim halten. Wer mit dem Motto unterwegs ist: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!" kann nicht anders als kriminell bewertet werden.

  • 06.09.2013, 16:59 UhrTraumschau

    Naja, dass Ökonomen Fehler machen ist gar nicht mein Problem! Das sture Festhalten an einer ökonomischen Theorie (Neoliberalismus, Export-Hörigkeit, Deregulierung, etc.) in der Krise ist mein Problem, denn damit fährt gerade Europa an die Wand! Es gab ja schon einige Ökonomen, die schon frühzeitig auf die Gefahren einer Euroeinführung (Hankel) und die Probleme des deutschen Wirtschaftsmodells (Exportweltmeister) hingewiesen haben (Flassbeck). Auch gibt es einen Max Otte, der die Finanzkrise vorhergesagt hat. Und, was erleben wir heute? Genau die "Experten", die mit ihren "Empfehlungen" Europa an die Wand fahren, führen immer noch das Wort. DAS ist der eigentliche Skandal! Wenn ich BK wäre, würde ich den Sachverständigenrat und die arbeitgebernahen Ökonomn vor die Tür setzen und mir die o.g. Experten ins Team holen! Alles andere wäre doch nur noch dämlich, oder? Aber wissen Sie was, Herr Freytag? Ich glaube, es geht überhaupt nicht um ökonomische Modelle! Es geht darum, dass seit BK Kohl nur noch Konzernpolitik gemacht wird! Daran wird sich auch dann nichts ändern, selbst wenn plötzlich ein genialer Ökonom dahr käme und DIE Lösung gefunden hätte.
    Zur Erinnerung: Schäuble hat im Bundestag die Kürzungspolitik (Brüning´sche Politik) in den Südländern mit der Arbeit von Reinhard/Rogoff begründet (90% Staatsverschuldung, etc.). Heute wissen wir, diese Arbeit ist mehr als zweifelhaft. Und? Wird deshalb die Politik geändert? Der IWF hat eingeräumt, dass der angesetzte Fiskalmultiplikator falsch ist - ändern tut das nichts! Dass Ökonomen wie Heiner Flassbeck, Richard Werner und PETER BOFINGER (ja, richtig gelesen) die klassische Theorie nachweislich widerlegt bzw. erhebliche Mängel in den Standardwerken festgestellt haben, stört auch niemanden. Die Studenten lernen immer noch diesen Quatsch an den Unis!
    Es geht nicht um die "richtige" Ökonomie - das ist schon lange vorbei!
    Es geht um Macht und Interessen einer kleinen einflussreichen Clique!
    LG Traumschau

  • 06.09.2013, 16:51 Uhrxxxx

    Guter Artikel. Frau Roehl sollte sich mal ein Beispiel nehmen.

  • 06.09.2013, 16:45 UhrKabus-wiwo

    @Dissident

    Zu ergänzen wäre noch, dass man inzwischen kein Wirtschaftswissenschaftler mehr befragen muss, um zu erkennen, wohin es mit dem Euro und der Eurozone geht. Diese Eurofanatiker unterstellen immer nur das Optimum an Voraussetzungen, um ihr verantwortungsloses Handeln zu rechtfertigen. Vor Lügen, Halbwahrheiten, Verdrehungen und Falschdarstellungen wird zurückgeschreckt. Kommt deren "Denkmodell" etwas dazwischen, weil da ein Staat doch mal wieder die Bilanzen frisiert hat, eine kriegerische Auseinandersetzung in Nahost oder die Weltwirtschaft läuft wieder mal nicht wie gebraucht, weil in Brasilien oder sonstwo eine niedliche Blase geplatzt ist - dann heißt es unisono "das hat man doch nicht ahnen können".

    Und noch ein Unterschied : Bei der Wettervorhersage richten sich in den in Betracht kommenden Regionen die öffentlichen Einrichtungen auf das Bevorstehende ein. Den Politikern können Sie in Sachen €uro sagen, was sie wollen - man erntet nur Kommentare/öffentliche Herabsetzungen, wie "nationalistisch" usw.

    Das es so läuft, wie es läuft, hat seine Ursache darin, dass es zum einen das Geld und die Arbeit der Steuerzahler ist, dass auf den Casinotisch geworfen wird und zum anderen, dass keiner dieser machtbesessenen Politiker persönlich haften muss. Und die fehlende persönliche Haftung ist auch der Grund, warum es im Bundestag nur so von diesen machtirren Typen wimmelt. Realpolitiker haben in diesem kranken System Null Chance.

  • 06.09.2013, 15:37 UhrAngelika

    Für alle die die Wahrheit wissen wollen
    Professor Starbatty spricht auf einem Event der Alternative für Deutschland in Frankfurt
    Er redet Klartext und erklärt worum es der AfD geht und wie der Karren von den Blockparteien in den Dreck gefahren wurden.
    Ankucken und AfD wählen und gleich mitmachen!!
    http://www.youtube.com/watch?v=qDLB3PDgGFQ
    Prof. Starbatty über die AfD
    http://www.youtube.com/watch?v=EINvhHZCwVQ
    "Wirtschafts- und Währungsunion oder Souveränität ?" Vortrag von Wirtschafts- und Staatsrechtler Prof. Dr. iur. Karl-Albrecht Schachtschneider, ab Minute 19
    http://www.youtube.com/watch?v=stR8m1JD6-k
    Zahlen und Fakten der Eurokrise von Beatrix von Storch
    http://www.youtube.com/watch?v=WwXwRTsWjgw
    Kucken Sie Prof. Hankel. Dann wird klar warum die EU und der Euro keinen Sinn macht. Aussteigen und nicht abwarten!
    Erklärungen für die Krise
    http://www.youtube.com/watch?v=ocol_COB2us
    http://www.youtube.com/watch?v=46kZoQ8SL1I
    http://www.youtube.com/watch?v=LXJF1doM3iQ
    http://www.youtube.com/watch?v=126aPSOtXQw
    ESM
    http://www.youtube.com/watch?v=126aPSOtXQw
    Krise Teil 1
    http://www.youtube.com/watch?v=FhNpJD_PecM
    Krise Teil 2
    http://www.youtube.com/watch?v=U302yav_ux8
    Teil 3
    http://www.youtube.com/watch?v=P5eNoaC42To
    http://www.youtube.com/watch?v=W-obeAXJ284
    AfD ist die einzige Alternative zur alternativlosigkeit aller derzeitig gewählten Parlamentariern.

    Der Inhalt des ESM Vertrages
    http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0&feature=player_embedded
    Lucky und die Kanzelette - Noch nicht zu spät
    http://www.youtube.com/watch?v=7MCgFivs28Q
    und andere Folgen
    https://www.youtube.com/results?search_query=lucky+und+die+kanzelette
    http://www.stern.de/politik/deutschland/rhetorikanalyse-fuer-wie-dumm-haelt-frau-merkel-ihr-volk-2050936.html

  • 06.09.2013, 11:38 Uhrmathias

    Die ganze Problematik in einem Satz:

    "Standardwissen in den Lehrbüchern"

    Und genau das ist seit Jahrzehnten bestandteil der Politik
    denn ein frei entfaltbarer Ökonom ist NICHT kontrolllierbar.
    Deshalb auch die neuesten Beschlüsse G20.
    Folglich auch das Bestreben mancher Wirtschaftprofessoren in der
    Politik mitzumischen um der Bedeutungslosigkeit zu entkommen.

    • 06.09.2013, 12:48 Uhrcuriosus_

      @mathias

      Zitat: "Und genau das ist seit Jahrzehnten Bestandteil der Politik
      denn ein frei entfaltbarer Ökonom ist NICHT kontrollierbar."

      Genau da liegt die Crux. In der Ökonomie geht es um sehr viel Geld, und damit um handfeste Interessen. Und kein Politiker möchte sich von allgemein anerkannten und validierten ökonomischen Modellen in seiner Handlungsfreiheit einschränken lassen. Also hält sich jeder seine „Haus- und Hof-„ Ökonomen, und die Wirtschaft schaut schon 2 mal drauf, dass ihr kein Ökonom in die Quere kommt. Unter dem Gesichtspunkt ist es dann optimal, wenn es verschiedene „Denkschulen“ gibt die sich gegenseitig paralysieren. Damit können alle leben, auch wenn das nicht der Sache (Wissenschaft) dient.

      So etwas wie in der Klimaforschung kann nur dann zustande kommen, wenn man die Fachwissenschaftler nahezu frei von äußeren Einflüssen arbeiten lässt (und auch mit den nötigen Ressourcen ausstattet). Und sich diese Fachleute nicht von externen Interessen instrumentalisieren lassen.

      Dann sollte das Herr Freytag aber auch akzeptieren und nicht versuchen seine Pseudowissenschaft zu rechtfertigen bzw. das schlechte öffentliche Meinungsbild seiner Profession zu entschuldigen. Die dient nämlich im Wesentlichen nur dazu die entsprechenden Interessenträger/Lobbyisten mit Munition zu versorgen.

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