Freytags-Frage: Wie kann Entwicklungshilfe für Afrika gelingen?

kolumneFreytags-Frage: Wie kann Entwicklungshilfe für Afrika gelingen?

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Die Wüste Namib in Namibia im Südwesten von Afrika.

Kolumne von Andreas Freytag

Die beste Entwicklungshilfe für afrikanische Staaten sind Handelsbeziehungen und Investitionen deutscher und europäischer Unternehmen. In welchen Bereichen der deutsche Mittelstand Afrika unterstützen kann.

Wie kann sich Afrika trotz relativ enttäuschender Wachstumsaussichten positiv entwickeln? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit das Weltwirtschaftsforum in Kigali, der Hauptstadt Ruandas.

Relativ neu ist dabei der Fokus auf innovative Themen wie die Zukunft der Produktion, die Digitalisierung von Produktionsprozessen und das Innovationspotential afrikanischer Unternehmer und Universitäten. Daran zeigt sich die veränderte Wahrnehmung Afrikas von innen wie von außen. Die positive Entwicklung zeigt sich auch daran, dass es inzwischen eine steigende und recht robuste Mittelschicht in Afrika gibt, die auch für Europäer als Kunden von Interesse sein dürften.

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Obwohl die Entwicklung der letzten Dekade in Subsahara-Afrika sehr positiv verlaufen ist, gibt es zahlreiche Wachstumsbremsen innerhalb Afrikas, die schon einzeln enorme Herausforderungen darstellen und die in Summe fast unlösbar erscheinen. In Kigali werden deshalb unter anderem die Gesundheitsprobleme, die Defizite in der Bildungspolitik, die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie die Energiepolitik diskutiert. Darüber hinaus gibt es Schwachstellen in der Infrastruktur. Diese betreffen Verkehr, Energieversorgung, Kommunikation und den Finanzmarkt.

Freytags-Frage Wie wichtig sind Handys für Entwicklungsländer?

In Entwicklungsländern sind Smartphones viel mehr als nur Lifestyle-Produkte. Auf dem Mobile World Congress sind sie trotzdem unterrepräsentiert. Warum das nicht so bleiben darf.

Kenia ist in der Nutzung der Mobiltelefonie als Grundlage für eine ganze Reihe von Dienstleistungen ein Vorreiter. Quelle: dpa

Diese Probleme kann man einerseits als typische Entwicklungsprobleme ansehen, deren Linderung oder gar Beseitigung Aufgabe der entwicklungspolitischen Akteure ist. Diese Sicht verführt allerdings regelmäßig dazu, Entwicklungspolitik mit Wohltätigkeit zu verwechseln. Es geht nicht darum, einen Brunnen zu bauen oder einen Generator zu verschenken; es geht darum, nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Es muss inzwischen sämtlichen Entwicklungshelfern klar sein, dass Entwicklungsprozesse nur von innen heraus, also aus den afrikanischen Ländern heraus vonstatten gehen können. Das macht Entwicklungszusammenarbeit nicht überflüssig, aber ändert sie. Sie sollte die hohe Eigenverantwortlichkeit in den Entwicklungsländern anerkennen. Dies ist die alternative Sichtweise.

Wirtschaftliche Beziehungen verstärken

Zur dieser so veränderten Entwicklungszusammenarbeit kann die deutsche Wirtschaft einen wesentlichen Beitrag leisten, indem sie als Käufer, Investor und/oder Verkäufer in wirtschaftliche Beziehungen mit afrikanischen Unternehmen oder Kunden tritt. Es dürfte unumstritten sein, dass es für die Würde der Partner in Entwicklungsländern von Vorteil ist, wenn sie auch etwas zu geben haben; man könnte von einem Handel auf Augenhöhe statt von einseitiger Wohltätigkeit sprechen.

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