Frühjahrsgutachten: Rösler hebt die Wachstumsprognose an

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Frühjahrsgutachten: Rösler hebt die Wachstumsprognose an

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) spricht am 25.04.2013 im Bundestag in Berlin.

Weniger Arbeitslose, höhere Löhne, mehr Exporte: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat die Frühjahrsprognose der Bundesregierung vorgestellt. Der Konjunkturausblick ist vorsichtig optimistisch.

Die Bundesregierung bewertet die Wachstumsaussichten für Deutschland zuversichtlich, bleibt aber gemessen an Expertenschätzungen vorsichtig. "Es gibt allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen", sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung der neuen Regierungsprognose. "Die Beschäftigung wird weiter steigen, die Arbeitslosigkeit weiter sinken."

Die Regierung setzte ihre Wachstumsschätzung für 2013 leicht auf 0,5 Prozent von 0,4 Prozent herauf. Für 2014 erwartet sie unverändert ein Plus von 1,6 Prozent. Bei den Exporten ist sie mit einer erwarteten Zunahme von 1,6 Prozent in diesem Jahr deutlich vorsichtiger als noch im Januar mit 2,8 Prozent. Für 2014 wird ein Ausfuhrplus von 5,0 Prozent erwartet. Bei den Ausrüstungsinvestitionen rechnet sie dieses Jahr mit einem Minus von 2,2 Prozent - deutlich ungünstiger als im Januar mit minus 1,3 Prozent. 2014 sollen die Ausrüstungsinvestitionen dann aber um 5,6 Prozent zulegen.

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Am Arbeitsmarkt erwartet die Regierung eine weitere Besserung auf eine jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent. Im März lag die Quote bei 7,3 Prozent. Im Jahresdurchschnitt werde die Zahl der Arbeitslosen bei 2,9 Millionen bleiben und 2014 auf 2,8 Millionen sinken.

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Die Deutschen werden 2013 auch mehr Geld in der Tasche haben. Die verfügbaren Einkommen würden in diesem Jahr um 2,3 Prozent und im nächsten Jahr um 2,8 Prozent zulegen. Rösler betonte, der robuste Arbeitsmarkt stütze die Lohnentwicklung und stärke die Kaufkraft der Bürger. „Deutschland wird auch in diesem Jahr eine Erfolgsgeschichte und ein Stabilitätsanker in Europa bleiben“, sagte der FDP-Chef. Die um die Preissteigerung bereinigten Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer seien seit 2009 jedes Jahr gestiegen. 2013 wird ein Plus von 1,3 Prozent und 2014 ein Zuwachs von 0,9 Prozent erwartet.

Auch nach Ansicht des DIW-Instituts nimmt die deutsche Wirtschaft allmählich wieder Tempo auf. Für das erste und zweite Quartal 2013 sei jeweils mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 Prozent zu rechnen, teilten die Berliner Forscher am Donnerstag mit. "Im Zuge der weltweit gedämpften Nachfrage ist die Erholung in der Industrie bislang ausgeblieben. Erst ab dem Frühjahr dürfte die Industrie allmählich Fahrt aufnehmen", sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Die Stimmung der Unternehmen habe sich zuletzt merklich eingetrübt, deshalb seien sie noch vorsichtig. "Zum Jahresauftakt dürfte kaum mehr investiert worden sein als im schwachen Schlussquartal 2012."

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Ende des vorigen Jahres war die Wirtschaft mit 0,6 Prozent so stark geschrumpft wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Zuversichtlich stimme derzeit vor allem die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt, sagte Fichtner. "Die Beschäftigung wird auch in den kommenden Monaten weiter aufgebaut." Bei anhaltend kräftigen Lohnsteigerungen dürften die Einkommen der privaten Haushalte und damit der Konsum merklich zulegen. "Trotz des fragilen Umfelds bleiben die Aussichten für die deutsche Wirtschaft alles in allem gut: In den kommenden Quartalen dürfte sich die Konjunktur spürbar beschleunigen", betonte Fichtner.

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