GfK-Konsumklima: Deutsche starten zuversichtlich ins neue Jahr

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GfK-Konsumklima: Deutsche starten zuversichtlich ins neue Jahr

Auf dem Arbeitsmarkt läuft es gut, die Einkommen steigen, die Inflation ist niedrig - da fällt den Deutschen der Griff zum Portemonnaie leicht. Auch nach Weihnachten bleiben sie so kauffreudig wie seit Jahren nicht. Dazu tragen auch die niedrigen Zinsen bei.

Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist so gut wie seit mehr als sechs Jahren nicht: Für Januar prognostiziert das Marktforschungsunternehmen GfK beim Konsumklimaindex ein weiteres Plus von 0,2 Zählern auf 7,6 Punkte. „Das ist der höchste Wert seit August 2007“, teilten die Nürnberger Konsumspezialisten am Freitag mit. Als Hauptgrund führten sie die Rahmenbedingungen im Inland an, vor allem die positive Lage am Arbeitsmarkt, die gute Entwicklung bei den Einkommen und die niedrige Inflationsrate.

Wachstumsprognosen für Deutschland 2014

  • EU-Herbstgutachten

    Die EU traut der deutschen Wirtschaft für das kommende Jahr ein eher schwaches Wirtschaftswachstum zu: Die heimische Konjunktur dürfte laut EU-Herbstgutachten 2013 um 0,5 Prozent anziehen, 2014 auf 1,7 Prozent beschleunigen und erreicht dann 2015 ein Wachstum von 1,9 Prozent.

  • Herbstgutachten der Bundesregierung

    Auch die Bundesregierung sagt Deutschland für 2014 einen Aufschwung voraus. Sie rechnet für das Bruttoinlandsprodukt mit einem Wachstumsplus von 0,4 Prozent und ist damit weniger optimistisch als die EU. Die Arbeitslosenzahlen fallen laut Gutachten positiv aus: Sie sollen im kommenden Jahr von 6,9 auf 6,8 Prozent sinken. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte damit um 235.000 zunehmen und klettert damit auf ein Rekordhoch von 41,8 Millionen Beschäftigten. Der private Konsum soll noch in diesem Jahr um 0,9 und 2014 dann um 1,4 Prozent zulegen.

  • Ifo-Institut

    Laut dem Münchener Ifo-Institut kann sich Deutschland als Wachstumsmotor im Euroraum bezeichnen. Es sagt Deutschland für 2014 die besten Konjunktur-Aussichten seit drei Jahren voraus und rechnet mit einer deutlichen Belebung. Das Barometer der Forscher für das vierte Quartal lag mit 114,7 Punkten erstmals seit Ende 2011 über seinem langfristigen Durchschnitt.

  • GfK

    Auch die Gesellschaft für Konsum prognostiziert Deutschland eine minimale Konjunktursteigerung von 0,4 Prozent auf 1,8 Prozent. Der Konsumklima-Index stieg zudem im Oktober um 0,1 Punkte auf jetzt 7,1 Zähler.

  • DIHK

    Die Deutsche Industrie- und Handelskammer rechnet für 2014 mit einem Zuwachs von rund 250.000 Arbeitsplätzen, also mit rund 115.000 mehr als die Bundesregierung. Vor allem der steigende privat Konsum schaffe Arbeitsplätze. Auch das Wirtschaftswachstum sieht die DIHK positiv: es soll im kommenden Jahr bei 1,7 Prozent liegen. Beim Außenhandelsumsatz wird ein Anstieg von über vier Prozent erwartet.

  • DIW

    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sagt für das kommende Jahr einen klaren Aufwärtstrend voraus. Die Konjunktur werde 2014 um 1,6 Prozent zulegen und 2015 um zwei Prozent.

  • RWI

    Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Wachstumsprognose für 2014 nach unten korrigiert. Im kommenden Jahr werde nur noch ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent erwartet. Im September waren die Wirtschaftsforscher noch von einem Plus von 1,9 Prozent ausgegangen.

  • IWH

    Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle rechnet 2014 mit einem geringeren Wirtschaftswachstum in Deutschland als ursprünglich angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt werde um 1,8 Prozent zulegen. Im September waren die Experten noch von einem Wachstum von 2,0 Prozent ausgegangen.

„Zusätzliche Hilfe erfährt die Binnennachfrage durch das überaus niedrige Zinsniveau, das Sparen in den Augen der Anleger wenig attraktiv erscheinen lässt und darüber hinaus die Kreditfinanzierung von Anschaffungen fördert“, ergänzten die Konsumforscher. Die Folgen der historisch niedrigen Zinsen zeigen sich deutlich in der Sparneigung: „Die befindet sich derzeit im freien Fall“, erläuterte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

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Das stützt auch die Anschaffungsneigung. Das letzte Mal war die Kaufbereitschaft im Dezember 2006 höher als in diesem Dezember - damals stand die Erhöhung der Mehrwertsteuer unmittelbar bevor, viele Menschen zogen besonders größere Anschaffungen vor.

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Weitere Stützen der aktuellen Konsumneigung sind die steigende Beschäftigung sowie kräftige Einkommenszuwächse. Auch reduziert die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt die Angst der Arbeitnehmer, ihren Job zu verlieren - was wiederum die Planungssicherheit bei Kaufentscheidungen fördert.

Die Einkommenserwartung der Verbraucher ging nach dem hohen Zugewinn im Vormonat im Dezember wieder etwas zurück. Bei den Konjunkturerwartungen gab es der repräsentativen GfK-Studie zufolge zum vierten Mal in Folge einen Anstieg, weil die deutsche Wirtschaft zunehmend Fahrt aufnehme.

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