GfK-Konsumklimaindex: Deutsche hoffen auf steigende Einkommen

GfK-Konsumklimaindex: Deutsche hoffen auf steigende Einkommen

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Eine Passantin auf Shoppingtour.

Die Verbraucherstimmung steigt nicht mehr ganz so rasant wie zuletzt – aber sie steigt. Vor allem die Einkommenserwartungen der Bundesbürger nahmen zu.

Die Einkommenserwartungen der Bundesbürger haben im April den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Das geht aus dem monatlichen Konsumklimaindex des Marktforschungsunternehmens GfK hervor. Insgesamt sei das Konsumklima erneut gestiegen, „wenn auch im Vergleich zu den Vormonaten in abgeschwächter Form“, sagte Rolf Bürkl von der GfK in Nürnberg.

Der am Donnerstag veröffentlichte GfK-Konsumklimaindex prognostiziert für Mai einen Anstieg um 0,1 Zähler auf 10,1 Punkte. Grund für den verlangsamten Zuwachs ist der unterschiedliche Verlauf der Teilindikatoren, die in den Index einfließen. „Die Entwicklung der Verbraucherstimmung ist nicht so eindeutig wie in den Vormonaten“, erläuterte Bürkl. Die Einkommenserwartungen stiegen im April, aber Anschaffungsneigung und Konjunkturerwartung gingen auf hohem Niveau etwas zurück.

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Informations- und Kaufverhalten der Deutschen

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    Frage: Wie häufig trifft dieses Verhalten auf Sie zu

    Zahl der Befragten: 1012


    Quelle: „Aktueller Stand der Nutzung von LBS im Jahresvergleich“ – Studie der Hochschule Niederrhein, des HDE und Kaufda

  • Online-Recherche und dann Kauf im Geschäft

    „Sehr oft“: 39 Prozent
    „Öfter“: 18 Prozent

  • Ausschließlich Online-Kauf ohne vorherigen Geschäftsbesuch

    „Sehr oft“: 37 Prozent
    „Öfter“: 18 Prozent

  • Informationssuche in verschiedenen Medien vor dem Online-Kauf

    „Sehr oft“: 30 Prozent
    „Öfter“: 14 Prozent

  • Ausschließlich Kauf in Geschäften ohne Online-Recherche

    „Sehr oft“: 22 Prozent
    „Öfter“: 9 Prozent

  • Besuch eines Geschäftes vor dem Online-Kauf

    „Sehr oft“: 14 Prozent
    „Öfter“: 13 Prozent

  • Kauf im Geschäft nach mobiler Online Recherche

    „Sehr oft“: 10 Prozent
    „Öfter“: 14 Prozent

  • Online-Kauf im Geschäft

    „Sehr oft“: 8 Prozent
    „Öfter“: 17 Prozent

Warum die Bürger die künftige Wirtschaftsentwicklung nach vier Anstiegen in Folge diesmal nicht mehr ganz so positiv einschätzten, ist laut Bürkl nicht eindeutig. „Rationale Gründe sind aus meiner Sicht nicht zu erkennen. An der Entwicklung oder den Rahmenbedingungen im Inland kann es nicht liegen.“

Denn entscheidende Faktoren wie ein solider Arbeitsmarkt, eine gute Einkommensentwicklung und eine niedrige Inflation wirken weiter positiv. Bürkl geht daher davon aus, dass die mögliche Staatspleite Griechenlands und das Tauziehen um den Verbleib des Landes in der Euro-Zone den Verbrauchern langsam auf das Gemüt schlägt. „Vielleicht beginnt es jetzt doch zu nerven“, sagte Bürkl mit Blick auf das Taktieren der griechischen Regierung.

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Bei der erstmals seit einem halben Jahr wieder leicht gesunkenen Anschaffungsneigung dürfte hingegen eine Rolle spielen, dass die Konsumenten in den kommenden Monaten höhere Preise erwarten. So zogen zuletzt nicht nur die Energiekosten wieder etwas an; auch mehrere Branchen kündigten unter anderem wegen der Euro-Schwäche Preiserhöhungen etwa für Textilien oder Unterhaltungselektronik an.

Nichtsdestotrotz zeigte sich Bürkl optimistisch. „Mittelfristig sehe ich eine positive, zumindest stabile Entwicklung. Auch für die nächsten Monate sehe ich noch Steigerungspotenzial.“ Von der guten Stimmung der Verbraucher werde auch der Einzelhandel profitieren, auf den etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben in Deutschland entfallen. Den Rest geben die Menschen für Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie den gesamten Wellness-Bereich aus.

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