GfK-Konsumklimaindex: Deutsche Verbraucher weniger in Einkaufslaune

GfK-Konsumklimaindex: Deutsche Verbraucher weniger in Einkaufslaune

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Passanten mit Einkaufstüten in Kassel: Die Shopping-Laune sinkt.

Sparen statt shoppen: Die internationalen Konflikte schlagen sich auf die Verbraucherlaune nieder. Im August brechen die Konjunkturerwartungen so stark ein wie nie zuvor.

Trotz aller Turbulenzen ist die Verbraucherstimmung in Deutschland lange Zeit immer weiter in die Höhe geklettert - nun hat ihr die Eskalation der internationalen Krisen einen ersten Dämpfer verpasst. Vor allem das Vertrauen der Bürger in eine schwungvolle Entwicklung der Konjunktur ist im August massiv geschwunden, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Der Konsumklimaindex ging zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren zurück, von revidiert 8,9 Zählern im August auf 8,6 Punkte für September.

„Die Verunsicherung der Verbraucher im Hinblick auf die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist spürbar angestiegen“, erläuterte die GfK mit Blick auf die aktuellen Konjunkturerwartungen der Bürger. Sie waren im August so stark eingebrochen wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1980. Dadurch büßte der Teilindikator den Zugewinn aus dem vergangenen Jahr fast komplett wieder ein.

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Auch die Einkommenserwartungen erreichten nicht mehr den Rekordwert aus dem Vormonat, sanken aber nur moderat und sind weiterhin überaus hoch. „Offenbar sorgen die anhaltend stabilen inländischen Rahmenbedingungen, wie stabile Beschäftigung, gute Einkommensentwicklung und geringe Inflation, dafür, dass sich der stark geschwundene Konjunkturoptimismus nur begrenzt auf die Einkommensaussichten auswirkt“, analysierte die GfK die Ergebnisse der monatlichen repräsentativen Umfrage.

Auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen blieb weiterhin sehr hoch. Allerdings stieg die historisch niedrige Sparneigung im August deutlich an - laut GfK möglicherweise ein erster Hinweis darauf, dass die Verbraucher ihr Geld künftig mehr zusammenhalten. Insgesamt aber gehen die Nürnberger Konsumexperten weiterhin davon aus, dass der private Verbrauch in diesem Jahr um 1,5 Prozent steigen wird.

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