Glücksatlas 2012: Nord-Europäer sind am glücklichsten

Glücksatlas 2012: Nord-Europäer sind am glücklichsten

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Während die Bürger der Krisen-Länder sehr unzufrieden mit ihrem Leben sind, macht der Aufschwung Deutschland glücklich

von Bert Losse

Trotz Schuldenkrise sind die Deutschen, Niederländer und Dänen mit ihrem Leben erheblich zufriedener als vor sechs Jahren. In Südeuropa sieht das dramatisch anders aus.

Der Termin steht: Am 24. September treffen sich im Deutschen Bundestag 17 Abgeordnete mit 17 Wissenschaftlern, Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertretern, um im weitesten Sinne über das Glück zu räsonieren. Auf der dreistündigen Sitzung der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ geht es um die Frage nach neuen Wachstums- und Wohlfahrtsindikatoren, die – anders als das traditionelle Bruttoinlandsprodukt – auch qualitative Fortschritte messen.

Deutsche Post Glücksatlas 2012

Deutsche Post Glücksatlas 2012

Mit diesem Ansinnen steht die 2010 eingerichtete Kommission nicht allein: Auch an Hochschulen und Forschungsinstituten spielt das Thema eine zunehmende Rolle. Die Glücksforschung, ein früher belächeltes Nischenthema für Exoten, ist in der Mitte der Volkswirtschaftslehre angekommen, wie eine Flut von Forschungsprojekten und Veröffentlichungen der jüngsten Zeit belegt.

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Lebenszufriedenheit in Europa driftet auseinander

Nun dürfen sich die Forscher auf neuen Lesestoff freuen: Mitte September erscheint der von der Deutschen Post in Auftrag gegebene „Glücksatlas 2012“, die nach eigenen Angaben „umfassendste Untersuchung zur Lebenszufriedenheit in Deutschland“. Autoren der Studie sind Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaft an der Universität Freiburg, der Freiburger Ökonom Johannes Vatter und der Meinungsforscher Klaus-Peter Schöppner, Chef von TNS Emnid. Die Experten analysieren, welchen Einfluss der Sozialstaat, die Kriminalitätsrate oder das Vertrauen in die Demokratie auf das persönliche Wohlbefinden haben und welche regionalen Unterschiede es bei der Lebenszufriedenheit gibt.

Frust im Süden und Osten.

Frust im Süden und Osten. Lebenszufriedenheit in Europa in 2011 und 2006

Eine Sonderauswertung, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt, beschäftigt sich zudem mit der Frage, wie stark die Finanz- und Wirtschaftskrise in den vergangenen Jahren das Wohlbefinden der Menschen in Europa beeinflusst haben (siehe Grafik). Danach driftet die Lebenszufriedenheit in Europa deutlich auseinander.

Am glücklichsten sind nach wie vor Dänen, Niederländer, Schweden und Luxemburger. Besser fühlen sich unter anderem Briten, Polen und Slowaken – während die Lebenszufriedenheit der Spanier, Griechen, Türken und Portugiesen zwischen 2006 und 2011 am meisten gelitten hat. Gerade in südeuropäischen Krisenstaaten hat jetzt Zukunftsangst die frühere Freude über die spürbaren Kaufkraftzuwächse der Vorkrisenzeit abgelöst. Noch zwischen 2000 und 2010 verzeichneten die Menschen in Griechenland, Spanien und Portugal im Schnitt höhere Kaufkraftgewinne als in Großbritannien oder Österreich. Das unglücklichste Volk in Europa hat derweil mit der Euro-Krise wenig zu tun – es sind die Bulgaren.

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