Harvard-Ökonom: Feldstein fürchtet Rückkehr der Inflation

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exklusivHarvard-Ökonom: Feldstein fürchtet Rückkehr der Inflation

von Konrad Handschuch

Der angesehene Harvard-Ökonom Martin Feldstein fürchtet steigende Risiken für eine Inflation in den USA.

Das anhaltende Drucken von Geld und der Kauf von Staatsanleihen durch die US-Notenbank Fed bergen nach Einschätzung des Harvard-Ökonomen Martin Feldstein das Risiko einer gefährlichen Inflation in den USA. In den vergangenen fünf Jahren habe die Fed „mehr als zwei Billionen Dollar Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere“ gekauft, schreibt Feldstein in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Die Inflation sei nur deswegen nicht gestiegen, weil die Banken das zusätzliche Geld nicht etwa in Form von Krediten an die Verbraucher weitergeleitet, sondern bei der Fed angelegt haben.

„Seit 2008 zahlt die Fed den Banken Zinsen auf die Überschussreserven. Damit gibt sie ihnen einen Anreiz, das Geld bei der Fed zu parken, statt es für die Kreditvergabe zu verwenden“, so Feldstein. „So legten die Überschussreserven von knapp zwei Milliarden Dollar im Jahr 2008 auf nunmehr 1,8 Billionen Dollar zu.“ Hinzu komme, dass die Verbraucher derzeit lieber ihr Geld sparen.

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Sollte allerdings die Nachfrage nach Krediten wieder steigen, erwartet Feldstein, dass die Banken ihre Anlagen bei der Fed auflösen und in Form von Krediten an die Verbraucher weiterreichen. „Zwar könnte die Fed die Zinsen für Überschussreserven dann erhöhen, um eine inflationäre Kreditvergabe zu unterbinden. Wahrscheinlicher aber ist, dass sie zu lange zögert, vor allem, wenn die Arbeitslosigkeit noch hoch ist“, fürchtet Feldstein. „Die Angst der Investoren vor ­einer Rückkehr der Inflation ist daher berechtigt.“

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