Herbstgutachten: Aufschwung für 2014 erwartet

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Herbstgutachten: Aufschwung für 2014 erwartet

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Das Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsunternehmen sagt der deutschen Wirtschaft nur noch schwaches Wachstum voraus.

Experten erwarten einen Aufschwung der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr. Vor allem durch die Konsumlust im eigenen Land soll das BIP auf 1,8 Prozent anziehen, so die Prognose.

Stark steigende Investitionen dürften der deutsche Konjunktur im nächsten Jahr kräftig ankurbeln. "Die Wirtschaft steht vor einem Aufschwung", erklärten die führenden Forschungsinstitute am Donnerstag in ihrem Herbstgutachten für die Bundesregierung. "Getragen wird er von der Binnennachfrage." Das Bruttoinlandsprodukt werde 2014 um 1,8 Prozent anziehen, nach einem deutlich geringeren Plus von 0,4 Prozent in diesem Jahr. "Das sich bessernde weltwirtschaftliche Umfeld und eine abnehmende Unsicherheit beflügeln die Investitionen."

Die Unternehmen dürften ihre Ausgaben in Maschinen und Anlagen im nächsten Jahr um sieben Prozent erhöhen. Das Niveau von 2008 und damit aus der Zeit vor der Krise werde aber noch nicht erreicht.

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Eine steigende Beschäftigung und spürbare Lohnerhöhungen sorgen den Forschern zufolge dafür, dass die Verbraucher mehr Geld ausgeben. Der private Konsum werde in diesem Jahr um 0,9 und im nächsten Jahr um 1,4 Prozent zulegen. Zudem stehen derzeit so viele Menschen in Lohn und Brot wie nie zuvor. Die Zahl der Erwerbstätigen steigt nach Berechnungen der Institute in diesem Jahr auf ein Rekordhoch von 41,8 Millionen und dürfte 2014 sogar auf 42,1 Millionen klettern. Für die Exporte erwarten die Fachleute nach einem Mini-Wachstum in diesem Jahr für das nächste Jahr ein deutliches Plus von fünf Prozent.

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Als Risiken für die Konjunktur sehen die Institute ein Wiederaufflammen der Schuldenkrise in der Euro-Zone. Mittelfristig sagen sie der Wirtschaft ebenfalls Wachstum voraus: Zwischen 2012 bis 2018 dürfte es im Jahresdurchschnitt ein Plus von 1,3 Prozent geben. Für Schub dürften ein kräftig steigender Privatkonsum sorgen und dank der globalen Erholung auch wachsende Exporte. Die Forscher machen jedoch einen Wermutstropfen aus: "Die allmähliche Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen aufgrund der hierzulande stärker steigenden Preise dürfte zunehmend dämpfend wirken."

Das halbjährige Gutachten der Forscher trägt diesmal den Titel "Konjunktur zieht an - Haushaltsüberschüsse sinnvoll nutzen". Zu den Instituten gehören das Münchner Ifo, das Essener RWI, das IWH aus Halle und nach mehrjähriger Abstinenz auch wieder das Berliner DIW. Ihr Papier dient als Grundlage für die Konjunkturprognose der Regierung und Basis für die öffentlichen Haushalte. Das Wirtschaftsministerium will am 23. Oktober seine Schätzung aktualisieren. Bisher veranschlagt ist für 2013 ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent und für 2014 ein Plus von 1,6 Prozent.

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