
Im Juni 1948 wird die D-Mark eingeführt. Sofort füllen sich die Regale in den Verkaufsläden. Die Nachfrage ist extrem hoch, die D-Mark bringt die Wirtschaft in Gang. Denn: Unternehmen erzielten zeitnah hohe Gewinne, die wiederum direkt investiert wurden.
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Das deutsche „Wirtschaftswunder“ erreicht seinen Höhepunkt: Die Wirtschaft wächst Mitte der 1950er-Jahre real um bis zu 10,5 Prozent. Der einmillionste VW Käfer wird verkauft, der Pkw-Bestand vergrößert sich jährlich um zehn bis 19 Prozent. Ludwig Erhard verspricht „Wohlstand für alle“, Ökonom Wilhelm Röpke verkündet, das „Maß der Wirtschaft“ sei „der Mensch“.
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Die erste Rezession seit der Einführung der D-Mark erreicht Deutschland. Das Land sieht erste Anzeichen von Massenarbeitslosigkeit.
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Die erste und folgenreichste Ölkrise verteuert den Rohstoff um bis zu 70 Prozent. Um Energie zu sparen, werden in Deutschland "autofreie Sonntage" eingeführt. Dennoch wird die Wirtschaft in den Industrieländern ausgebremst.
Gleichzeitig wird das Bretton-Woods-System außer Kraft gesetzt. In den meisten Ländern werden die Wechselkurse freigegeben.
Die Ära des „billigen Geldes“ beginnt. Der „Club of Rome“ spricht von den „Grenzen des Wachstums“.
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Reagonomics und Thatcherismus: „Neoliberale“ Reformen verändern die führenden Industriestaaten. Die Staatswirtschaft wird privatisiert, die Macht der Gewerkschaften beschränkt, der Wohlfahrtsstaat zurückgefahren.
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Bild: REUTERSDer Shareholder-Value-Ansatz wird populär. Die Maximierung des Unternehmensgewinns wird zum primären Ziel wirtschaftlichen Handelns.
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Die Dotcom-Blase platzt. Anleger verlieren einen Großteil ihres Invests, insbesondere Kleinanleger sind betroffen, da ihnen die Erfahrung im Aktienhandel fehlt und sie Warnsignale ignorierten. Viele Notenbanken reagieren mit einer Niedrigzinspolitik, um die Konjunktur zu beleben.
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Die US-Investmentbank Lehman Brothers geht Pleite. Der 15. September 2008 markiert den Höhepunkt der Welt-und Finanzkrise. Mit Staatsgeld müssen Banken, die sich zuvor verspekuliert haben, vor dem Zusammenbruch gerettet werden.
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Die Euro-Schuldenkrise bedroht die Konjunktur - und die Staatsfinanzen. Viele Mitgliedsländer der Eurozone sind hoch verschuldet, nur mit immer neuen Krediten können sie ihren Betrieb aufrecht erhalten.
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Im Juni 1948 wird die D-Mark eingeführt. Sofort füllen sich die Regale in den Verkaufsläden. Die Nachfrage ist extrem hoch, die D-Mark bringt die Wirtschaft in Gang. Denn: Unternehmen erzielten zeitnah hohe Gewinne, die wiederum direkt investiert wurden.
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Deutschlands Wirtschaft soll erneut langsamer wachsen. So steht es im Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute. Der Dämpfer für die deutsche Konjunktur fällt laut Prognose damit stärker aus als bisher erwartet.
In Zahlen heißt das: Die Erwartungen an das deutsche Wirtschaftswachstum werden heruntergeschraubt – für 2013 sogar halbiert. Anstelle eines Plus‘ von 0,9 Prozent 2012 und 2,0 Prozent 2013 erwarten die Institute nur noch ein Wachstum von 0,8 Prozent in diesem und 1,0 Prozent im nächsten Jahr. "Daher wird die konjunkturelle Expansion vorerst schwach bleiben und erst im Verlauf des kommenden Jahres wieder leicht anziehen", heißt es im Herbstgutachten.
Die Gründe dafür sind altbekannt: Die eingetrübte Weltkonjunktur und die Eurokrise drücken weiterhin auf die deutsche Wirtschaft und bremsen sie aus.
Die daraus entstehende Unsicherheit setzt dabei vor allem den Unternehmen zu, so die Wirtschaftsforscher. Eine Folge sind weniger Investitionen und steigende Arbeitslosenzahlen. Die sollen laut Gutachten im nächsten Jahr nämlich von 2,892 Millionen auf 2,903 Millionen leicht steigen.
Konjunkturelle Abkühlung trifft Mittelständler stärker
Diese Tendenz zeigt sich auch in einer aktuellen Studie der Förderbank KfW und der Kreditauskunftei Creditreform zur Geschäftslage des deutschen Mittelstands. Von den rund 3.600 größeren Mittelständlern aller Branchen, die im zweiten Quartal 2012 befragt wurden, sind demnach nur noch 26,7 Prozent bereit, neue Mitarbeiter anzustellen. Im Vorjahr waren es noch 34,2 Prozent. Hingegen denken einige Unternehmen eher darüber nach Stellen abzubauen, so die Studie.
Bild: AKGWeltkrieg und Hyperinflation vernichten die Vermögen von Millionen Deutschen. Im November 1923 steht ein Dollar bei 4,2 Billionen Mark.
Bild: AKGFünfzig Milliarden Reichsmark als Reichsbanknote. Dieser Schein war nur wenige Pennies wert.
Bild: AKGSpielende Kinder im Jahr 1923. Im Jahr der Hyperinflation war die damalige Reichsmark nichts mehr als Altpapier.
Bild: InterfotoHeute erziehen Eltern die Kinder zu gesundem Umgang mit Geld - im Jahre 1923 durften Kinder mit reichlich Geld spielen.
Bild: dpaBörsencrash und Weltwirtschaftskrise lassen die Produktion um fast die Hälfte schrumpfen. Sechs Millionen Deutsche sind arbeitslos. Der Gang zur Suppenküche gehört für die Menschen zum Alltag.
Bild: APDer Börsencrash vom 24. Oktober 1929 breitet sich rasant in der Welt aus. Im Jahre 1933 stellt US-Präsident Franklin D. Roosevelt mit einer Durchführungsverordnung den privaten Besitz von Gold unter Strafe.
Bild: dpaAuf der Konferenz von Bretton Woods 1944 wird das internationale Währungssystem reformiert: 40 Staaten vereinbaren feste Wechselkurse, der Wert des Dollar wird in Gold festgelegt. 1974 brach der Gold-Dollar-Standard von Bretton Woods zusammen.
Bild: dpaIn Deutschland wird die D-Mark eingeführt. Jahrzehntelang wird sie sich als stabile Währung erweisen.
Bild: dpaBei der Einführung der D-Mark ist diese dem Ansturm der Bürger ausgesetzt. Das Vertrauen sollte sich auszahlen.
Bild: dpaSolche Bilder sind im Jahre 1948 keine Seltenheit. Die D-Mark sorgt auch für gefüllte Regale.
Weltkrieg und Hyperinflation vernichten die Vermögen von Millionen Deutschen. Im November 1923 steht ein Dollar bei 4,2 Billionen Mark.
Insgesamt bewerten nur noch etwas mehr als die Hälfte der Firmen ihre Geschäftslage in den vergangenen sechs Monaten mit "gut" oder "sehr gut“. Ebenfalls ein deutlicher Abschwung, denn im Herbst 2011 seien es noch gut 60 Prozent gewesen, so die Studieninitiatoren.
Gleiches gilt für die Perspektiven: Hier verteilen laut Umfrage sogar nur noch 48 Prozent gute Note und damit zehn Prozentpunkte weniger.
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