Ifo-Geschäftsklimaindex: Deutsche Wirtschaft mit starkem Endspurt 2016

Ifo-Geschäftsklimaindex: Deutsche Wirtschaft mit starkem Endspurt 2016

, aktualisiert 19. Dezember 2016, 12:22 Uhr
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Die Stimmung unter Firmenchefs in Deutschland zum Jahresausklang stark verbessert – der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf seinen höchsten Wert seit zwei Jahren. Besonders Industrie und Großhandel blicken dem Start von 2017 optimistisch entgegen.

Quelle:Handelsblatt Online

Pünktlich zum Jahresende steigt der Ifo-Geschäftsklimaindex auf seinen höchsten Wert seit zwei Jahren. Viele Firmenchefs glauben offenbar an einen guten Start 2017. Besonders im Großhandel ist die Stimmung gut.

BerlinDie Stimmung deutscher Firmenchefs hat sich zum Jahresausklang verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Dezember auf 111,0 Punkte nach 110,4 Zählern im Vormonat und erreichte damit den höchsten Stand seit fast zwei Jahren, wie die Münchner Forscher am Montag zu ihrer Umfrage unter rund 7000 Managern mitteilten.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem leichten Anstieg auf 110,7 Punkte gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft legt einen Jahresendspurt hin“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten sowohl ihre Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate besser.

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Bei der Industrie ging es bergauf. „Dementsprechend wollen mehr Unternehmen die Produktion in den kommenden Monaten anheben.“ Im Großhandel verbesserte sich das Geschäftsklima auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Im Einzelhandel blieb der Index unverändert auf hohem Niveau. „Das Bauhauptgewerbe setzt seine Rekordjagd fort“, betonte Fuest. „Den Baufirmen ging es seit der Wiedervereinigung noch nie so gut.“ Der Bauboom dürfte sich in den nächsten Monaten fortsetzen.

Die deutsche Wirtschaft hatte in den Sommermonaten an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Juli bis September nur noch um 0,2 Prozent, nachdem es zu Jahresanfang noch 0,7 und im Frühjahr 0,4 Prozent waren. Zuletzt gab es aber Signale für einen Endspurt zum Jahresende.

„Die Konjunktursymphonie schließt 2016 mit einem Akkord in Dur“, sagte KfW-Chefökonom Jörg Zeuner. Auch Helaba-Experte Ralf Umlauf äußerte sich zuversichtlich: „Die deutsche Wirtschaft dürfte mit Schwung ins Jahr 2017 starten.“

Im nächsten Jahr könnten allerdings die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union über einen EU-Austritt für Unsicherheit und weniger Investitionen sorgen. Zudem befürchten Experten Auswirkungen auf den Export, sollte der designierte US-Präsident Donald Trump den Freihandel einschränken und den US-Markt abschotten. „Man darf die erheblichen politischen Risiken auf globaler Ebene nicht aus den Augen verlieren“, warnte Zeuner.

Quelle:  Handelsblatt Online
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