Ifo-Geschäftsklimaindex: Die Stimmung deutscher Firmen hellt sich auf

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Ifo-Geschäftsklimaindex: Die Stimmung deutscher Firmen hellt sich auf

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Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn.

Das Geschäftsklima in Deutschland verbessert sich stärker als erwartet. Doch nicht jede Branche blickt laut Ifo-Geschäftsklimaindex zuversichtlich auf die nächsten Monate.

Der gesunkene Ölpreis sorgt für steigenden Optimismus in der deutschen Wirtschaft. Der Ifo-Geschäftsklima-Index kletterte im Dezember um 0,8 auf 105,5 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Es war der zweite Anstieg in Folge.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur 105,4 Zähler erwartet. "Fallende Ölpreise und ein sinkender Eurokurs bescheren die deutsche Wirtschaft zur Weihnachtszeit", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Sein Institut sieht zunehmend positive Signale für die Konjunktur. "Die Anzeichen einer Trendwende mehren sich", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe zu Reuters.

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In den vergangenen Monaten war der Ölpreis drastisch gesunken und hatte sich fast halbiert. Das dämpft die Energie- und Produktionskosten vieler Unternehmen. Zudem stützt es die Kaufkraft der Konsumenten, die etwa weniger für das Heizen oder Tanken ausgeben müssen. "Der Absturz des Ölpreises schiebt die Binnennachfrage stärker an als der Einbruch der russischen Wirtschaft die Exporte belastet", sagte Ökonom Holger Sandte von der Nordea-Bank. "Der tiefere Ölpreis wird auch die Nachfrage bei wichtigen deutschen Handelspartnern wie etwa den USA und Frankreich beleben."

Die Führungskräfte beurteilten ihre Lage unverändert zum Vormonat, blickten aber zuversichtlicher auf das künftige Geschäft. Optimistischer zeigten sich vor allem Manager aus der Industrie. "Eine stützende Kraft bleibt der Export", betonte Ifo-Chef Sinn. Auch im Großhandel hellte sich die Stimmung auf, während sich das Geschäftsklima im Einzelhandel und am Bau jeweils eintrübte.

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Das Ifo-Institut rechnet für dieses und nächstes Jahr je mit einem Anstieg der Wirtschaftskraft in Deutschland von 1,5 Prozent. Als Risiko für die Konjunktur sehen Fachleute vor allem die jüngsten Turbulenzen in Russland. "Die sich in den letzten Tagen verschärfende Krise in Russland dürfte für weitere Verunsicherung bei den deutschen Unternehmen sorgen", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Der starke Einbruch des Ölpreises hat die russische Wirtschaft zusammen mit den Sanktionen des Westens unter Druck gesetzt. Die Notenbank stemmte sich mit einer deutlichen Zinserhöhung gegen den Verfall des Rubel und die massive Kapitalflucht.

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