Ifo-Geschäftsklimaindex: Wirtschaftsstimmung trübt sich ein

Ifo-Geschäftsklimaindex: Wirtschaftsstimmung trübt sich ein

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Der Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai deutlich verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel von 109,9 auf 106,9 Punkte. Das deutsche BIP dagegen konnte zulegen.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat im Mai einen Dämpfer bekommen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, ging von 109,9 Punkten im April auf nun 106,9 Punkte zurück, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Zuvor war der Ifo-Index sechs Monate in Folge gestiegen.

Für die Erhebung befragt das Ifo-Institut monatlich etwa 7000 Firmen. Die befragten Unternehmen beurteilten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage aus auch ihre Aussichten für das nächste halbe Jahr weit ungünstiger. "Die deutsche Wirtschaft steht unter dem Eindruck der in letzter Zeit gestiegenen Unsicherheit im Euroraum", erklärte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

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Beobachter hatten den leichten Rückgang bereits vorher erwartet. Sie hatten aber auch schon im April mit einem Minus gerechnet. Dann war der Index jedoch weiter gestiegen.

Die Spekulationen über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone hatten die Finanzmärkte zuletzt beunruhigt. Zudem sorgten Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich über den rechten Weg aus der Schuldenkrise für Verunsicherung.

Deutschland steht wirtschaftlich jedoch gut da: Trotz sinkender Investitionen in Maschinen und Gebäude ist die Wirtschaft hierzulande im ersten Quartal kräftig gewachsen. Boomende Exporte und kauffreudige Verbraucher ließen das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März um 0,5 Prozent zum Vorquartal steigen.

Ökonomen erwarten, dass sich der Konjunkturaufschwung in den kommenden Monaten zwar verlangsame, Deutschland aber auf Wachstumskurs bleiben wird. Insgesamt liegen die BIP-Prognosen für das Gesamtjahr zwischen einem halben und über einem Prozent. Wachstumstreiber waren am Jahresanfang die Exporte: Von Januar bis März 2012 wurden preisbereinigt 1,7 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im Vorquartal. Da die Importe auf dem Niveau des Vorquartals verharrten, lieferte der Außenhandel insgesamt einen Wachstumsbeitrag von 0,9 Prozentpunkten und stützte damit die gute Entwicklung des BIP.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2011 legte die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 1,7 Prozent zu, auch dank des zusätzlichen Arbeitstages im Schaltjahr 2012. Für das Gesamtjahr 2011 bestätigte das Statistische Bundesamt ein BIP-Wachstum von 3,0 Prozent.

Mit Material von dapd, Reuters und dpa

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