Ifo-Institut: Bessere Aussichten für Euro-Zone – Dank Deutschland

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Ifo-Institut: Bessere Aussichten für Euro-Zone – Dank Deutschland

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Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn

Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone mausert sich laut dem Ifo-Institut im vierten Quartal. Das liegt vor allem am Wachstumsmotor Deutschland - die Schere zwischen Norden und Süden geht immer weiter auseinander.

Deutschland mausert sich zunehmend zum Wachstumsmotor für die gesamte Euro-Zone. Die Erwartungen für die Konjunktur-Aussichten im Währungsraum liegen derzeit auf dem höchsten Stand seit drei Jahren, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seinem Wirtschaftsklima mitteilte. "Das gute Ergebnis kommt aber vor allem aufgrund der Meldungen aus Deutschland zustande, das als größtes Land viel Gewicht hat", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn und warnte zugleich: "Die Spaltung in der Konjunktur zwischen dem Norden und Süden hat sich verstärkt."

Das Barometer der Münchner Forscher für das vierte Quartal lag mit 114,7 Punkten zwar erstmals seit Ende 2011 über seinem langfristigen Durchschnitt. Sinn betonte jedoch mit Blick auf die Umfrage unter 285 internationalen Experten: "Auch wenn sich die aktuelle Lage im Euroraum etwas aufgehellt hat, wird sie weiterhin als ungünstig angesehen." Hohe Arbeitslosigkeit, Haushaltsdefizite der öffentlichen Hand und fehlende Nachfrage machten nach wie vor vielen Ländern zu schaffen.

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Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), glaubt nicht an eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung der Eurozone.

Marcel Fratzscher Quelle: dpa

Die aktuelle Wirtschaftslage habe sich in Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern zum Sommerquartal kaum geändert und bleibe auf Krisenniveau. In Irland, Slowenien und den Niederlanden habe sich die Situation wieder etwas verschlechtert. Die Konjunkturbewertungen für Belgien, Finnland und Frankreich hätten sich zwar etwas aufgehellt, signalisierten aber immer noch eine schwache wirtschaftliche Verfassung. Nur für Deutschland und Estland bescheinigen demnach die befragten Wirtschaftsexperten nach wie vor eine befriedigende bis gute Konjunktur. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate hätten sich allerdings mit Ausnahme von Belgien und Luxemburg in allen Euro-Ländern stark aufgehellt.

Die Euro-Zone hatte im Frühjahr mit leichtem Wachstum die Rezession abgeschüttelt, tut sich mit einer spürbaren Erholung der Wirtschaft aber noch schwer. Die EU-Kommission gab erst am Dienstag einen eher nüchternen Ausblick auf die Konjunktur. Vor allem die Arbeitslosigkeit werde erst 2015 von ihrem Rekordniveau merklich sinken.

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