Ifo-Präsident Sinn: Bauwirtschaft profitiert von Eurokrise

exklusivIfo-Präsident Sinn: Bauwirtschaft profitiert von Eurokrise

von Bert Losse

Die deutsche Bauwirtschaft profitiert immer stärker von der Eurokrise und dürfte sich zu einem zentralen Wachstumstreiber in Deutschland entwickeln.

„Der Bausektor gewinnt derzeit dramatisch an Fahrt. Deutschland profitiert davon, dass seine Kapitalanleger das Geld endlich wieder zuhause investieren, anstatt es in der weiten Welt zu verteilen“, schreibt ifo-Präsident Hans-Werner Sinn in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. „Die Umlenkung des Anlagekapitals geschieht in den meisten Fällen dadurch, dass Banken und Versicherungen sich nicht mehr aus Deutschland hinaustrauen, sondern nun wieder den langweiligen, aber sicheren Immobilienkunden umwerben.“ Der Bau- und Immobilienboom führe „zu mehr Beschäftigung im Bau und im Handwerk und breitet sich von dort auf die gesamte Binnenwirtschaft aus. Das ist also nun endlich die lange vermisste Binnennachfrage. Sie ist heute der wichtigste Treiber der deutschen Konjunktur“.

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Nachdem die realen Bauinvestitionen von 1994 bis 2009 nahezu kontinuierlich gefallen waren (um insgesamt ein Viertel), stiegen sie 2010 um 2,2 Prozent und 2011 sogar um 5,8 Prozent an. Die Baugenehmigungen für Eigentumswohnungen lagen 2011 um 42,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

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Die Gefahr einer Blasenbildung am Immobilienmarkt sieht Sinn aktuell nicht. „Das sind Sorgen, die wir uns angesichts der im internationalen Vergleich noch immer niedrigen deutschen Immobilienpreise – vorläufig –nicht machen müssen“, schreibt er in der WirtschaftsWoche. Sinns Prognose für die deutsche Konjunktur: „Es dürfte uns lange Zeit besser gehen als unseren Nachbarn im Euroraum.“

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