Industrie-Indikator: Chinas Konjunktur verliert weiter Schwung

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Industrie-Indikator: Chinas Konjunktur verliert weiter Schwung

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Frühaufsteher sind im Pudong Finanz-Viertel von Shanghai zu sehen. Schwache Konjunkturdaten aus China haben die Aktienmärkte belastet.

Es ist der dritte Rückgang in Folge: Der Stimmungsindikator der chinesischen Industrie ist erneut gesunken. Die Aktienmärkte reagierten enttäuscht.

Chinas Wirtschaft bleibt anfällig für Rückschläge. Der von der britischen Großbank HSBC ermittelte Stimmungsindikator der Einkaufsmanager in der chinesischen Industrie sank im Dezember von 50,8 Punkten im Vormonat auf 50,5 Zähler. HSBC bestätigte damit eine erste Schätzung von Mitte Dezember. Volkswirte hatten dies erwartet. Es ist bereits der dritte Rückgang in Folge.

Der HSBC-Stimmungsindikator für das Verarbeitende Gewerbe, der auf einer Umfrage in mehr als 400 Unternehmen basiert, liegt aber immer noch über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten. Werte über dieser Marke deuten auf Wachstum in Chinas Industrie hin.

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Am Mittwoch hatte bereits der chinesische Einkaufs- und Logistikverband (CFLP) für den Dezember eine unerwartet starke Abkühlung der Stimmung unter den Einkaufsmanagern in der Industrie gemeldet. Der Indikator fiel demnach von 51,4 Punkten im Vormonat auf 51,0 Zähler, während Volkswirte 51,2 Punkte erwartet hatten. Laut dem Verband rutschte die Stimmung in den Führungsetagen damit auf den tiefsten Wert seit dem vergangenen August.

Der offizielle Stimmungsindikator des CFLP stützt sich vorwiegend auf große und staatliche Unternehmen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Der Indikator der HSBC-Bank bildet dagegen eher die Stimmung in privaten und kleineren Firmen ab.

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Quelle: dpa

Der Dax hatte daraufhin seine Rekordjagd am Donnerstag vorerst abgebrochen. Am ersten Handelstag des neuen Jahres belastete nach den schwachen Konjunkturdaten aus China auch die verhaltene Entwicklung an der Wall Street. Besser als erwartet ausgefallene US-Daten gaben am Donnerstag keine positiven Impulse. Der Leitindex hatte zum Auftakt bei 9620,93 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht, rutschte dann aber schnell in die Verlustzone ab und schloss 1,59 Prozent tiefer bei 9400,04 Punkten. „Nach der imposanten Jahresendrally gehen Anleger zunächst auf Nummer sicher und nehmen Gewinne mit“, kommentierte Marktanalyst Gregor Kuhn vom Broker IG das Börsengeschehen. Auch schürten die enttäuschenden Konjunkturdaten aus China am Donnerstag Spekulationen auf eine rückläufige Öl-Nachfrage. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 109,89 Dollar. Ein Barrel des US-Öl WTI kostete mit 97,93 Dollar 0,5 Prozent weniger als am Dienstag.

Der Dax hat nach seinem schwachen Jahresauftakt am Freitag weiter nachgegeben. Er drehte nach einem verhaltenen Start ins Minus und verlor zuletzt 0,25 Prozent auf 9377 Punkte. Der MDax fiel um 0,22 Prozent auf 16 481 Punkte. Der Technologieindex TecDax sank am Freitag um 0,09 Prozent auf 1166 Punkte. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 büßte 0,05 Prozent ein. Am Dax-Ende fielen die Titel der Commerzbank um 2,83 Prozent. Im zweiten Halbjahr 2013 waren die Papiere des Finanzinstituts noch um rund 75 Prozent in die Höhe geschnellt.

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