Inflation in der Euro-Zone: Vebraucherpreise im Oktober weiter angezogen

Inflation in der Euro-Zone: Vebraucherpreise im Oktober weiter angezogen

, aktualisiert 31. Oktober 2016, 12:23 Uhr
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Münzen werden in einem Supermarkt aus der Kasse genommen.

Den vorläufigen Zahlen des europäischen Statistikamtes zufolge sind die Verbraucherpreise in der Euro-Zone auch im Oktober wieder leicht gestiegen. Die Inflationsrate sank ein wenig im Vergleich zum September.

Die Preise im Euro-Raum ziehen wie erwartet leicht an. Im Oktober verteuerten sich Waren und Dienstleistungen zum Vorjahr um 0,5 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit diesem Wert gerechnet. Im September lag die Inflationsrate mit 0,4 Prozent noch einen Tick niedriger. Trotz des leichten Auftriebs ist die Teuerung aber immer noch weit niedriger als der Europäischen Zentralbank (EZB) lieb sein kann. Sie strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent als Idealwert für die Konjunkturentwicklung an.

Ausschlaggebend für die etwas höhere Teuerung war die Entwicklung der Energiepreise. Diese sind im Jahresvergleich zwar weiterhin rückläufig, allerdings fällt der Rückgang deutlich moderater aus als noch in den Vormonaten. Im Oktober betrug der Rückgang zum Vorjahresmonat 0,9 Prozent, nach Raten von minus 3,0 Prozent im September und minus 5,6 Prozent im August. Der Preisauftrieb von Nahrungsmitteln schwächte sich unterdessen etwas ab. Industriegüter verteuerten sich kaum, Dienstleistungen waren 1,1 Prozent teurer.

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EZB-Chef Mario Draghi hatte sich zuletzt unzufrieden mit der Entwicklung der Kerninflation gezeigt. Die EZB hat ein Ziel von knapp zwei Prozent. Wegen des schwachen allgemeinen Preisauftriebs, der zeitweise sogar ins Minus gerutscht war, hat die EZB ihre Geldpolitik massiv gelockert. Die Währungshüter um den EZB-Chef haben den Leitzins bereits auf null gesetzt und ein billionenschweres Wertpapierankaufprogramm aufgelegt, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Inflation anzuheizen. Ein Vorgehen, das vor allem in Deutschland auf Kritik stößt.

Langfristig niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur: Unternehmen und Verbraucher könnten Investitionen aufschieben, weil sie erwarten, dass es noch billiger wird. Im Dezember steht eine Entscheidung an, ob sie das bis Ende März 2017 laufende Programm verlängern und eventuell Änderungen daran vornehmen sollen.

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