Inflation: Niedrigster Stand seit Monaten

Inflation: Niedrigster Stand seit Monaten

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Die Teuerung in Deutschland ist auf dem Rückzug.

Billige Ölpreise haben die Inflationsrate in Deutschland auf den tiefsten Stand seit Februar gedrückt. Ohne Energie hätten die Inflationsrate deutlich höher gelegen.

Billigere Energie lässt die ohnehin niedrige Inflation in Deutschland abebben. Waren und Dienstleistungen kosteten im Juli im Schnitt nur noch 0,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, bestätigte das Statistische Bundesamt am Donnerstag eine frühere Schätzung. Das ist der niedrigste Wert seit Februar. Im Juni lag die Teuerungsrate noch bei 0,3 Prozent, im Mai bei 0,7 Prozent.

Die Energiepreise fielen diesmal um 6,2 Prozent. "Im Vergleich zu den letzten vier Monaten hat sich somit der Preisrückgang bei Energie nochmals verstärkt", erklärten die Statistiker. Leichtes Heizöl verbilligte sich um 22,4 Prozent, Kraftstoffe wie Benzin und Diesel um 7,1 Prozent, Strom um 1,0 Prozent.

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Ohne Energie hätte die Inflationsrate bei 1,0 Prozent gelegen. Nahrungsmittel kosteten durchschnittlich 0,4 Prozent mehr als im Juli 2014. Obst verteuerte sich dabei um 6,1 Prozent, Gemüse um 3,9 Prozent. Molkereiprodukte (-6,2 Prozent), Speisefette und Speiseöle (-4,9) sowie Fleisch und Fleischwaren (-0,7) waren hingegen billiger zu haben.

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Quelle: dpa

Viele Dienstleistungen kosteten mehr, was mit dem seit Jahresbeginn geltenden bundesweiten Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde zu tun haben könnte. Unternehmen versuchen, höhere Personalkosten an die Kunden weiterzureichen. Taxifahren verteuerte sich um 12,9 Prozent, der Friseurbesuch und andere Dienstleistungen für Körperpflege um 3,4 Prozent sowie das Essen und Trinken in Restaurants und Cafés um 3,0 Prozent. Die Nettokaltmieten stiegen erneut um 1,2 Prozent.

Die Europäischen Zentralbank sehen stabile Preise nur bei einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent gewährleistet. Dies hatte bereits zu Jahresanfang Sorgen vor einer Deflation - also einem konjunkturschädlichen Preisverfall auf breiter Front - geschürt. Aber zuletzt zogen die Preise leicht an, weil das massive Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) Wirkung zeigte.

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