Internationaler Währungsfonds: Lagarde will IWF-Chefin bleiben

Internationaler Währungsfonds: Lagarde will IWF-Chefin bleiben

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Christine Lagarde.

IWF-Chefin Lagarde tritt noch einmal an: Sechs Monate vor dem Ende ihrer Amtszeit gibt die Französin eine erneute Kandidatur für den Spitzenposten bekannt. In der Heimat droht ihr ein Gerichtsverfahren.

Christine Lagarde will erneut für das Spitzenamt beim Internationalen Währungsfonds (IWF) kandidieren. „Ja, ich bin Kandidatin für eine zweite Amtszeit“, sagte die Französin dem TV-Sender France 2 beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Sie habe dafür Unterstützung erhalten etwa aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, China oder Südkorea.

Die 60-Jährige war 2011 erstmals zur IWF-Chefin gewählt worden. Sie folgte auf Dominique Strauss-Kahn, der wegen eines Sex-Skandals von dem Amt zurücktreten musste. Lagardes Amtszeit endet im Juli, eine mögliche Gegenkandidatur ist bisher nicht abzusehen.

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Globales Wirtschaftswachstum IWF senkt Konjunkturprognose

Wegen großer globaler Unsicherheiten schätzt der Internationale Währungsfonds die Wachstumschancen der Weltwirtschaft pessimistischer ein als zuletzt. Eine rühmliche Länderausnahme bildet Deutschland.

Eine Bildkombo aus Archivbildern zeigt Containerumschlag im Hafen von Hamburg (aufgenommen am 30.05.2013), Rohbau eines Wohnhauses in der Innestadt von Hamburg (aufgenommen am 03.06.2013 ), Drahtrollen aus Stahl (Coils) auf dem Gelände der Stahlwerkshalle von ArcelorMittal in Hamburg (aufgenommen am 25.03.2014) und Neufahrzeuge vor der Verschiffung im Hafen von Hamburg (aufgenommen am 22.08.2013). Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) veröffentlicht am 12.06.2014 seine neueste Konjunkturprognose. Foto: Christian Charisius/Marcus Brandt/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Seit Jahren ist die Chefin der mächtigen internationalen Finanzorganisation mit Sitz in Washington in ihrem Heimatland mit Ermittlungen konfrontiert. Im Dezember entschied eine Untersuchungskommission, dass sie wegen einer umstrittenen Millionenzahlung zu ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin (2007 bis 2011) vor Gericht muss. Lagarde hatte angekündigt, diese Entscheidung anfechten zu wollen.

Es geht um den Verdacht, Lagarde könne während ihrer Tätigkeit als Ministerin in Paris regelwidrig eine Entschädigungszahlung von rund 400 Millionen Euro an Bernard Tapie ermöglicht haben. Der Geschäftsmann hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais beim Verkauf seiner Anteile am deutschen Sportartikelhersteller Adidas geprellt gesehen und deswegen geklagt. Der IWF hatte ihr im Lauf des Verfahrens stets sein Vertrauen ausgesprochen.

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