Jahrestagung IWF und Weltbank: IWF ist besorgt über wirtschaftliche Abkühlung in Deutschland

ThemaKonjunktur

Jahrestagung IWF und Weltbank: IWF ist besorgt über wirtschaftliche Abkühlung in Deutschland

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Bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank: (von rechts) Finanzminister Wolfgang Schäuble, Wirtschaftswissenschaftler Larry Summers von der Harvard Universität und der IWF-Vize-Direktor David Lipton.

Bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank steht eine staatliche Konjunkturförderung weit oben auf der Agenda. Die Wirtschaftsflaute in Deutschland gibt dem IWF Grund zur Sorge.

Die Konjunkturschwäche in Deutschland alarmiert den Internationalen Währungsfonds (IWF). "Wir sind ziemlich besorgt über die Abkühlung in Deutschland", sagte der Europa-Experte des Fonds, Mahmood Pradhan, am Freitag in Washington. Nach dem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal deute einiges auf eine anhaltende Schwäche hin. Die Erholung in der Euro-Zone falle offenbar viel schwächer aus als im Frühjahr erwartet. Der IWF hat seine Prognose für Deutschland jüngst kräftig nach unten revidiert. Er erwartet für dieses Jahr nur noch ein Wachstum von 1,4 Prozent und damit einen halben Prozentpunkt weniger als ursprünglich veranschlagt.
Auch der britische Finanzminister George Osborne stieß ins selbe Horn: Die Wirtschaftsdaten in Deutschland seien die größte Sorge in Europa, betonte der Minister. Auch führende Wirtschaftsforschungsinstitute blicken in ihrem Herbstgutachten für die Bundesregierung mit Skepsis auf die Konjunktur: Nach dem Schrumpfen der Wirtschaftskraft im Frühjahr habe es wohl auch im Sommer nur eine Stagnation gegeben, heißt es darin. Als Grund für den schwindenden Optimismus nennen die Ökonomen, dass die Nachfrage nur mäßig anziehe. Zudem habe sich die Stimmung der Verbraucher eingetrübt und Firmen zögerten mit Investitionen. (Reporter: Jan Strupczewski, bearbeitet von Reinhard Becker, redigiert von Christian Rüttger.

Deutschland will angesichts der wirtschaftlichen Abschwächung mehr Geld für öffentliche Investitionen ausgeben und geht damit auch auf Forderungen aus dem Ausland ein. „Jetzt müssen wir wieder stärker das Gewicht auf Investitionen legen“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Washington vor der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank, die am Freitag begann.
Bei den Treffen von Finanzministern und Notenbankgouverneuren aus 188 Staaten sowie der 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G20) steht das Thema staatliche Konjunkturförderung weit oben auf der Agenda. Der IWF sprach sich klar für mehr öffentliche Investitionen aus, nachdem er seine Prognose für die Weltwirtschaft erneut nach unten korrigieren musste. Vor allem die Eurozone bereitet den Ökonomen des Währungsfonds Sorgen.

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