Japan in der Rezession: Haben die Abenomics versagt?

Japan in der Rezession: Haben die Abenomics versagt?

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Japans Premierminister Minister Shinzo Abe: Sein Land steckt in der Krise.

Seit vielen Jahren steckt Japan in der Krise. Regierungschef Shinzo Abe trat an, um dem ein Ende zu setzen. Doch die erneute Rezession stellt seine „Abenomics“ genannte Wirtschaftspolitik in Frage.

Es ist noch nicht lange her, da feierten die internationalen Finanzmärkte das Comeback der japanischen Wirtschaft. „Abenomics“ sorgte für Partystimmung. Die neue Wirtschaftspolitik des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe weckte Zuversicht, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt aus der Krise mit jahrelanger Deflation und Stagnation herauskommt.

Abes „drei Pfeile“ sollen es richten: Aggressives Gelddrucken, Konjunkturspritzen und Reformen. Doch kaum sind die beiden ersten Pfeile verschossen, lässt die Wirkung schon nach, bevor der dritte überhaupt abgefeuert ist.

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Am Montag dann der Schock: Japan ist in eine Rezession zurückgefallen.

Zentralbank Japan lockert überraschend Geldpolitik

Japans Zentralbank hat überraschend die geldpolitischen Zügel weiter gelockert. An der Börse in Tokio schoss der Nikkei-Index in einer ersten Reaktion um mehr als vier Prozent nach oben.

huGO-BildID: 31512889 ARCHIV - ILLUSTRATION - Japanische Yen-Münzen liegen am 24.08.2010 auf einem 1000 Yen Geldschein. Foto: Jens Büttner/dpa (zu dpa-KORR «Japans Zentralbank sieht von Schritten gegen Zinsanstieg ab» vom 11.06.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

„Abenomics“ droht zu scheitern. Japan vor dem „Abegeddon“?, fragte ein britisches Wirtschaftsblatt auf Twitter am Montag launisch angesichts der düsteren Stimmung. Dabei hatten Ökonomen nach dem erwarteten Einbruch im zweiten Kalenderquartal in Folge einer Anhebung der Mehrwertsteuer im April jetzt mit einer Erholung der Konjunktur gerechnet.

Toyota und Co. produzieren längst woanders

Doch es kam anders. Aber nicht etwa wegen des anhaltend schwachen Konsums der Verbraucher. Der legte zwischen Juli und September um immerhin 0,4 Prozent zum Vorquartal zu. Nein, worin sich die Regierung und Ökonomen verkalkuliert hatten, waren die Investitionen.

Japans Lage

  • Schuldenstand 2013

    245,0

    Angaben in Prozent des BIP

    Quelle: IWF

  • Neuverschuldung 2013

    -9,1

    Angaben in Prozent des BIP

    Quelle: IWF

  • Leistungsbilanzsaldo 2013

    2,3

    Angaben in Prozent des BIP

    Quelle: IWF

Die fielen deutlich schwächer aus als vermutet, sowohl bei Immobilien wie auch bei Anlageinvestitionen kam es zu empfindlichen Rückgängen. Zudem reduzierten die Firmen ihre Lagerbestände drastischer als erwartet. Hinzu kommt, dass sich die Exporte als lange Zeit wichtigste Wachstumslokomotive schwächer entwickeln als angenommen.

Und dass, obgleich die extreme Lockerung der Geldpolitik eine rapide Abwertung des Yen zur Folge hatte. Doch Japans große Unternehmen wie Toyota produzieren längst in ihren Absatzmärkten wie den USA, China und Europa, da wirkt sich der schwache Yen auf die Exporte selbst nur wenig aus.

Zwar sind die Erlöse der Konzerne aus den Exporten rasant gestiegen, ohne aber, dass es Japans Wirtschaft dadurch erheblich besser geht.

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