Jeffrey Sachs zur Flüchtlingskrise: In Afrika statt in Syrien investieren

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Jeffrey Sachs

von Marc Etzold

US-Starökonom Jeffrey Sachs kritisiert den deutschen Entwicklungshilfeansatz. Deutsche und europäische Helfer sollten sich auf Afrika konzentrieren. "Dort leben wirklich arme Menschen", so Sachs.

Jeffrey Sachs, einer der einflussreichsten Ökonomen der Welt, kritisiert den deutschen Entwicklungshilfeansatz – der sich gerade in der Flüchtlingskrise zu stark auf Syrien und den Nahen Osten konzentriere.  „Deutsche und europäische Helfer sollten sich auf Afrika konzentrieren“, sagte Sachs der WirtschaftsWoche. „Dort leben wirklich arme Menschen, die Hilfe brauchen.“ Sie zu fördern, könne künftige Flüchtlingsströme verhindern helfen.

Sachs fordert dafür von den Industriestaaten Milliardeninvestitionen für Bildung und Infrastruktur. „Für Gesundheit und Bildung brauchen wir etwa 50 Milliarden Dollar in Afrika pro Jahr“, so Sachs. Für Infrastrukturprojekte könnten bis zu 200 Milliarden Dollar zusätzlich anfallen. „Die Infrastruktur sollten wir über gering verzinste und langfristige Kredite finanzieren“, fordert der Ökonom von der  Columbia University in New York.

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