Jens Weidmann: Bundesbank-Präsident warnt vor Deregulierung

Jens Weidmann: Bundesbank-Präsident warnt vor Deregulierung

, aktualisiert 16. Februar 2017, 09:25 Uhr
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Der Präsident der Bundesbank ist gegen eine zu lockere Geldpolitik.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei der Bundesbank schrillen die Alarmglocken. Durch die neue US-Regierung könnte die mühsam aufgebaute Regulierung der Finanzmärkte zurückgenommen werden. Das müsse um jeden Preis vermieden werden.

BerlinBundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor einer Lockerung der Bankenregulierung. Faule Kredite hätten vor zehn Jahren die große Finanzkrise ausgelöst, sagte Weidmann im Interview mit „Bild“ (Donnerstagausgabe). Eine wichtige Lehre daraus sei, dass die Banken strenger beaufsichtigt würden und dickere Eigenkapitalpolster vorweisen müssten. Es wäre ein Fehler, das Rad zurückdrehen zu wollen. „Einen Deregulierungswettbewerb müssen wir unbedingt vermeiden.“

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat vor Rückschritten bei der Regulierung der Finanzmärkte gewarnt. Er werde seinem neuen Ministerkollegen in den USA, Steven Mnuchin, nicht dazu raten, die nach der Finanzkrise mühsam erreichte Regulierung wieder zurückzunehmen, sagte er am Dienstag. Die neue US-Regierung hat angekündigt, die 2010 in den USA im sogenannten Dodd-Frank-Act festgeschriebene Neuregulierung der US-Finanzmärkte zu überprüfen. Mnuchin war am Montag als neuer US-Finanzminister vereidigt worden.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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