Konjunktur: „Amerika wird zur Lokomotive der deutschen Wirtschaft“

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Eine amerikanische und eine deutsche Flagge sind in New York zu sehen.

von Martin Seiwert

Deutschland profitiert vom Comeback der Industrie in den USA wie kein anderer der 34 OECD-Staaten - das zeigt eine exklusive Studie für die WirtschaftsWoche.

Nach einer Studie der Unternehmensberatung Bain & Company für die WirtschaftsWoche werden die deutschen Maschinenbauer, Fabrikausstatter und Fertigungstechniker zwischen 2013 und 2017 Industrieausrüstungen im Wert von 29 Milliarden Dollar mehr in die USA exportieren als 2008 bis 2012. Das wäre ein Zuwachs um 28 Prozent.

Britische Unternehmen müssen sich dagegen bei der Ausfuhr von Industrieausrüstungen in die USA mit einem Plus von acht Milliarden Dollar zufrieden geben; französische mit sechs, italienische mit fünf und schweizerische mit drei Milliarden Dollar mehr. Gemessen am Umsatz führender Maschinenbauer bedeutet das Exportplus knapp 25.000 mehr Arbeitsplätze in Deutschland. „Amerika wird zu einer Lokomotive der deutschen Wirtschaft, sagte Armin Schmiedeberg von Bain & Company, Leiter der Studie & Company gegenüber der WirtschaftsWoche.

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Die Reindustrialisierung der USA beruht vor allem auf niedrigen Energie- und mäßigen Lohnkosten. Dadurch werden die Vereinigten Staaten laut Bain & Company von 2013 bis 2017 gut 30 Milliarden Euro mehr ausländische Direktinvestitionen in ihre Industrie verbuchen als 2008 bis 2012, ein Zuwachs um gut 50 Prozent. Deutschland dagegen dürfte allenfalls gering zulegen, von 4,2 auf 4,5 Milliarden Euro. Ein Exodus deutscher Unternehmen in die USA sei deswegen aber nicht zu erwarten, so Bain-Manager Schmiedeberg mit Blick auf den Exportboom. Die Reindustrialisierung Amerikas führe "nicht zu einer Deindustrialisierung Deutschlands.“

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1 Kommentar zu Konjunktur: „Amerika wird zur Lokomotive der deutschen Wirtschaft“

  • Gegen was schreiben Sie an? Etwa gg. die Erkenntnis mit dem Verlust von Industriejobs auch den Status einer Wirtschaftssupermacht zu verlieren.
    Methode: Äußere den Wunsch „statt De-Industrialisierung“, mache ihn zu einem Faktum und dann lässt sich fröhlich über die Vorteile fabulieren, die Geschichte fantasievoll ausschmücken.
    Wo sind eigentlich die Fabriken hin, die es wieder zu installieren gilt?
    Selbst Stars and Stripes, die Nationalflagge, wird heute im Ausland zusammengenäht! Der US-Industriesektor hat seit Anfang der 70-iger Jahre rund 7 Mio. Jobs verloren. Weniger als 10 % der Amerikaner arbeiten noch in der Industrieproduktion, der Rest im Dienstleistungssektor. Die amerikanischen Geheimdienste haben eine Untersuchung begonnen, die klären soll, ob die USA noch genug heimische Lieferanten für Rüstungsgüter haben. Robert Gates musste feststellen, dass es nur noch ein einziges Werk in den USA gibt, das den notwendigen Stahl für gepanzerte LKWs herstellen kann – ein Werk, das außerdem noch einem ausländischen Konzern namens Arcelor Mittal gehört! Kommen jetzt die Stahlkocher aus diesem Grund aus Mexiko, China in die USA zurück?
    Moderate Löhne. In der Industrie verdienten die Leute 40 % mehr als außerhalb des Sektors. „Trotz aller Anstrengung ist es nicht gelungen, unsere verlorenen Industriearbeitsplätze durch genauso gut bezahlte Dienstleistungsjobs zu ersetzen.“ (John Martinez Midwestern State University) Die US-Wirtschaft wächst immer noch nicht! Volkswirte hoffen nun auf mehr privaten Konsum, trotz obigem Fazit! Aber, wenn sich alle gegenseitig die Haare schneiden, dann hat jeder Arbeit oder ab in eine andauernde Spirale der Reallohnkürzungen.
    Finanzindustrie. Sollen jetzt die als Derivate, im OTC Bereich, geparkten 850 Billionen $ mit geringeren Renditen in die Re-Industrialisierung fließen? Der Staat ist wegen der Rettung der Finanzindustrie pleite (16,3 Bio. $). Wer also?
    Bain Cap.: Mal wieder jede Menge „ceteris paribus, fidibus, 3x schwarzer Kater“!

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