Konjunktur: Arbeitslosenzahlen könnten unter vier Millionen bleiben

Konjunktur: Arbeitslosenzahlen könnten unter vier Millionen bleiben

Trotz der Krise könnten die Arbeitslosenzahlen unter vier Millionen bleiben, hofft der Präsident des ZEW in Mannheim, Wolfgang Franz. Der Kieler Konjunkturchef Scheide erwartet für Mitte des Jahres Ende der Rezession.

Führende Ökonomen sehen in den jüngsten Anstiegen wichtiger Frühindikatoren in Deutschland und Europa ein erstes Signal für eine konjunkturelle Bodenbildung. Joachim Scheide, Konjunkturchef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), sagte der WirtschaftsWoche, die jüngsten Verbesserungen bei den Indikatoren seien ein erstes Zeichen dafür, dass die wirtschaftliche Talfahrt Mitte des Jahres zu Ende gehen könnte. „Wenn sich die Frühindikatoren jetzt nicht stabilisiert hätten, müssten wir unsere Prognose von minus 2,7 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt für 2009 erneut nach unten revidieren“, sagt der Kieler Ökonom.

Auch Wolfgang Franz, Mitglied des Sachverständigenrats und Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, ist verhalten optimistisch. Zuletzt waren beispielsweise die ZEW-Konjunkturerwartungen zum dritten Mal in Folge gestiegen. „Ich glaube nicht, dass wir in dieser Rezession bei den Arbeitslosenzahlen wieder die Fünf-Millionen-Marke erreichen – womöglich bleiben wir sogar unter der Vier-Millionen-Grenze“, sagte Franz dem Magazin.

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Der deutsche Arbeitsmarkt sei „diesmal viel besser gerüstet als in früheren Krisen“. Das liege zum einen an der Agenda 2010 der früheren rot-grünen Bundesregierung und an der Verlängerung des Kurzarbeitergelds. Zum anderen, so Franz, „haben die Unternehmen aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und versuchen diesmal, ihre Fachkräfte auf Teufel komm raus zu halten. Die Leute würden ihnen ja sonst im nächsten Aufschwung fehlen.“

Wie die WirtschaftsWoche weiter berichtet, ist der Frühindikator Earlybird, den die Commerzbank exklusiv im Auftrag des Magazins berechnet, im Januar zum dritten Mal in Folge um 0,5 auf minus 0,25 Punkte gestiegen. Das sei ein „Hoffnungssignal für die Wirtschaft“, so

Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. „In den kommenden beiden Monaten dürfte der Earlybird wieder über die Nulllinie steigen.“ In der Vergangenheit war dies ein Signal für eine Trendwende. Grund für den aktuellen Anstieg: Der US-Einkaufsmanagerindex ist gestiegen, und die Entspannung am Geldmarkt ließ den Dreimonatszins im Monatsschnitt um über 80 Basispunkte fallen.

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