Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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4 KommentareDie börsen haben diese Entwicklung als Frühindikator schon seit März angezeigt. Aber: Nachdem wir nun alle so optimistisch gestimmt sind, sollten wir doch daran denken, daß eine lange Durststrecke vor uns liegt: Hohe Arbeitslosenzahlen, abnehmender binnekonsum, inflation, Verschuldung der öffentlichen Haushalte, usw. Und: Wenn es bald keine sinnvollen internationalen Mechanismen zur Regulierung des globalen Finanzmarktes gibt, dann kommt der nächste Cras schneller als wir denken!
Auch die Massentlassungen werden kommen, natürlich nicht vor Ende September. Die sind unumgänglich, schon allein deshalb, weil sich der Export auf schwachem Niveau einpendeln wird. Die US-Amerikaner konsumieren weniger, nicht nur wegen der Überschuldung, sondern auch weil die Konsumideologie nicht mehr so greift wie früher; es haben sich sogar Anti-Konsumbewegungen artikuliert. Chinas Strategie z.b. läuft darauf hinaus, immer autarker zu werden, um auf teure importe verzichten zu können. Die Welt verändert sich in dieser beziehung sehr deutlich. Mit "weiter so" oder "es wird schon wieder" werden nur hierzulande nur notwendige Veränderungen und neue Gesellschaftskonzepte aufgeschoben.
wäre doch erstaunlich, wenn es nicht gerade jetzt, wo alle vor der wahl hinschauen, wichtigtuer und hochbezahlte kaffeesatzleser gäbe, die eine den zeitgeist des vernebelns unterstützende prognose abgeben. die regierungsparteien hören es gerne.
die nächsten 12-24 monate werden weitaus schlimmer, als das, was wir bis jetzt erlebt haben. überall laufen konjunkturprogramme aus. es gibt keinen finanziellen spielraum für neue. die arbeitslosigkeit steigt wie angekündigt dramatisch und führt zu konsumunvermögen bei den betroffenen und zu kaufzurückhaltung bei den veränstigten. wie gesagt öffentliche kassen bereits geplündert. riesenpleitewelle im anmarsch. das szenario trifft sowohl in der eu, als auch in den usa zu. der nächste schock steht mit 10 tausend opel-arbeitslosen vor der tür. wo waren eigentlich die \"prognosestarken \"wissenschaftler\", als die weltwirtschaft über jahre von den kriminellen mit duldung der politik gegen die wand gefahren wurde ? letztendlich ist es egal, ob minuswachstum 4,9 oder 5,5 % und ein lächerlicher aufschwung aus diesem niveau der 80er jahre um 0,5 oder 1% ist in wirklichkeit wirkungslos für die arbeitenden menschen. nur bei den bänkern steigt die stimmung, die dürfen weitermachen wie bisher. schliesslich sind sich kanzlerin und oberbänker herzlich zugetan.
4 Mio. Arbeitslose finde ich weitaus schlimmer, als wie das hier so harmlos dargestellt wird. Allerdings hatte die Wirtschaftswoche einst eine Studie veröffentlicht, welche besagt: Zählt man alle, die keine Arbeit haben und welche suchen, so kommt man auf über 9 Mio. Und die WiWo ist ja eigentlich auch ein Optimistenblatt. ich persönlich schätze die Zahl derjenigen, die verzweifelt Arbeit suchen, zu jedem noch so geringen Lohn, auf annähernd 20 Mio.
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: Aufkeimender Optimismus
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