Konjunktur: Bundesbank erwartet ein Sommer-Hoch

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Konjunktur: Bundesbank erwartet ein Sommer-Hoch

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Handwerker arbeiten auf einem Hausdach. Die Bundesbank hat eine positive Sommer-Konjunkturprognose abgegeben.

Verbraucher in Konsumlaune und brummende Bauwirtschaft: Die Bundesbank erwartet, dass die Konjunktur in Deutschland im Sommer wieder anzieht.

Nach einem kurzen Durchhänger wird die Konjunktur nach Ansicht der Bundesbank im Sommer anziehen. "Im dritten Vierteljahr sollte das Wirtschaftswachstum in Deutschland wieder höher ausfallen", heißt es in dem am Montag vorgelegten Monatsbericht. Als Gründe dafür nennen die Ökonomen die brummende Bauwirtschaft und die gute Verbraucherstimmung. Das Wachstum werde vermutlich aber nicht ganz das Durchschnittstempo des ersten Halbjahres erreichen. Im laufenden zweiten Quartal wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Einschätzung der Bundesbank jedoch kaum zulegen.

Die Bundesbank im Überblick

  • Aufgaben

    Die Bundesbank ist Teil des Eurosystems und damit mitverantwortlich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie ist die Zentralbank und damit die "Bank der Banken" - bei ihr müssen Banken Mindestreserven einzahlen, um ihr Bankgeschäft betreiben zu dürfen.

    Im Auftrag der EZB werden auch Überweisungen abgewickelt und Bargeld gedruckt und verteilt.

    Ein weiteres wichtiges Gebiet ist die Überwachung von Banken und ihren Geschäften sowie die Beobachtung der Großwetterlage der Konjunktur und Finanzmärkte.

  • Standorte

    Die Zentrale der Bundesbank ist in Frankfurt. Es gibt außerdem neun Hauptverwaltungen und 41 Filialen, 2011 waren es noch 47 Filialen. Ein weiterer Abbau auf 35 Filialen ist beschlossen – dicht gemacht werden noch Bayreuth, Bremen, Dresden, Gießen, Kiel und Lübeck.

    Die Außenstellen sind unter anderem für Bargelddienstleistungen zuständig, entsenden aber auch Prüfer in Banken.

  • Mitarbeiter

    10.825 Mitarbeiter (9543 Vollzeitstellen), davon 5417 Beamte und 5408 Tarifbeschäftigte

  • Goldbestände

    Zu den Währungsreserven der Bundesbank zählen auch Goldbestände. Sie belaufen sich auf 3391 Tonnen und werden von der Bundesbank mit einem Wert von 137,5 Milliarden Euro bilanziert.

    Das Gold lagert in Frankfurt (1036 Tonnen), New York (1536 Tonnen), London (445 Tonnen) und Paris (374 Tonnen). Die Goldbestände in Paris sollen nach Deutschland geholt werden.

  • Jahresüberschuss

    Der Überschuss der Bundesbank steht dem Finanzministerium zu. 2013 hat die Deutsche Bundesbank einen Überschuss von 4,6 Milliarden. Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahresergebnis ist das ein Anstieg um 3,9 Milliarden Euro.

  • Verhältnis zur Europäischen Zentralbank (EZB)

    Die Bundesbank ist die bedeutendste Notenbank im Euro-Raum mit einem Anteil am eingezahlten Kapital der EZB in Höhe von etwas mehr als 27 Prozent. Viele Dienstleistungen wie der Aufkauf von Staatsanleihen oder die Lagerung von Bargeld-Notreserven erfolgen im Auftrag der EZB.

Begünstigt von außergewöhnlich mildem Winterwetter hatte die Konjunktur zu Jahresbeginn mit einem Plus beim BIP von 0,8 Prozent kräftig zugelegt. Da der Bau davon "weit über das saisonübliche Maß" profitiert habe, werde es im Frühjahr wegen statistischer Effekte einen Dämpfer geben. Die Voraussetzungen für ein recht kräftiges Wachstum in den nächsten Jahren seien jedoch weiter gegeben, meint die Bundesbank.

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Sie veranschlagt laut ihrer jüngsten Prognose für dieses Jahr ein Plus beim BIP von 1,9 Prozent. 2015 und 2016 sollen dann Zuwachsraten von 2,0 beziehungsweise 1,8 Prozent folgen. Zuwanderer werden nach Ansicht der deutschen Zentralbank in Zeiten der Hochkonjunktur zum Stabilitätsanker der Wirtschaft. Da der Arbeitsmarkt in einer konjunkturellen Blütezeit praktisch leer gefegt sei, komme ihnen eine wichtige Rolle bei der Sicherung des Wachstums zu, schreiben die Bundesbank-Volkswirte.

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Zugleich trage Zuwanderung zum Boom am Immobilienmarkt bei, dessen Ende sich nicht abzeichne: "Die Neubauaktivitäten haben sich in den vergangenen Jahren zwar bereits deutlich verstärkt, gleichwohl dürfte die Ausweitung des Wohnungsbestandes in den besonders gefragten Ballungsräumen noch hinter dem Bedarf zurückbleiben, was in kräftigen Immobilienpreissteigerungen zum Ausdruck kommt."

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