Konjunktur: China wächst langsam wie lange nicht

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Konjunktur: China wächst langsam wie lange nicht

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huGO-BildID: 36147336 (FILE) epa04129355 A taxi driver pulls out Chinese Yuan currency bills from a bundle, as change for passenger fare in Beijing, China, 17 March 2014. The Chinese government is set to allow its currency, the renminbi or yuan, to fluctuate more widely against the dollar in the latest sign that the country is loosening its grip on the economy. China's Central Bank said that beginning on 17 March, the daily trading band would double to two percent on either side of a government-regulated parity rate, which could result in wider price fluctuations. EPA/ROLEX DELA PENA (Zum Thema ´Entwicklung der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen» am 28.03.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

China hat im ersten Quartal das langsamste Wachstum seit anderthalb Jahren hingelegt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs um lediglich 7,4 Prozent. Geringere Export-Aktivitäten drücken das Wachstum.

Chinas Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres nur noch um 7,4 Prozent gewachsen. Dies ist das langsamste Wachstum seit 18 Monaten und liegt unter dem selbst gesteckten Ziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr. Die Erwartungen von Analysten waren mit 7,3 Prozent allerdings noch schlechter, so dass die Reaktionen eher positiv ausfielen. Das Statistikamt sprach am Mittwoch in Peking davon, dass sich die Wirtschaft „insgesamt stabil“ entwickle. Auch Analysten sahen zumindest im März leichte Verbesserungen.

Sollte es allerdings in diesem Jahr bei dem Tempo bleiben, wäre es das langsamste Wachstum der heute zweitgrößten Volkswirtschaft seit 24 Jahren. In den vergangenen zwei Jahren hatte die Wirtschaftsleistung noch um jeweils 7,7 Prozent zugelegt. Ein langsameres Wachstum in China beeinträchtigt auch die globale Konjunktur und die Exporte deutscher Unternehmen ins Reich der Mitte. So fiel der chinesische Außenhandel im ersten Quartal um ein Prozent.

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Vor allem geringere Aktivitäten im Export und Immobiliensektor drückten das Wachstum, wie Chefökonom Louis Kuijs von der Royal Bank of Scotland (RBS) sagte. Das Wachstum im Dienstleistungsbereich sei aber besser als in der Industrie. „Die Wachstumsrisiken bleiben, und die Dynamik der Wachstumspolitik dürfte die Märkte in den nächsten Monaten nervös halten“, sagte Kuijs.

Die heimische Nachfrage entwickelte sich aber nicht schlecht. Der Einzelhandel legte im ersten Quartal um zwölf Prozent zu. Nach Abzug der Inflation waren es immer noch 10,8 Prozent, wie das Statistikamt berichtete. Der überhitzte Immobilienmarkt kühlte sich etwas ab. Die Wohnungs- und Hausverkäufe nahmen im ersten Quartal um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab. Investitionen in Immobilien stiegen nur noch um 16,8 Prozent und damit 2,5 Punkte weniger.

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Nach vielen Jahren zweistelligen Wachstums strebt die chinesische Regierung eine nachhaltigere Entwicklung und Umstrukturierung der Wirtschaft an. Dafür sollen auch niedrigere Wachstumsraten als bisher in Kauf genommen werden, solange genug Arbeitsplätze geschaffen werden können. Eine große Gefahr sind aber faule Kredite und mögliche Pleiten in dem ausufernden Schattenbankenwesen.

Regierungschef Li Keqiang hatte vor einer Woche vorübergehende Konjunkturprogramme als Reaktion auf kurzfristige Fluktuationen ausgeschlossen. Allerdings war erst Anfang April ein Mini-Stimulus mit Steuerermäßigungen und Investitionen in Eisenbahn und sozialen Wohnungsbau auf den Weg gebracht worden.

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