Konjunktur: Das Geschäftsklima wird wieder schlechter

Konjunktur: Das Geschäftsklima wird wieder schlechter

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Der Abwrackprämie sei Dank: Autohändler sind mit dem Februargeschäft zufrieden. In den übrigen Branchen trübt sich das Klima weiter ein

Nachdem sich im Januar eine Besserung abzeichnete, trübt sich das Geschäftsklima in Deutschland im Februar wieder ein. Damit setzt sich der seit Monaten anhaltende Negativtrend fort.

Im verarbeitenden Gewerbe hat sich die Geschäftslage abermals verschlechtert. Für 2009 erwarten die befragten Industrieunternehmen ein weiterhin sinkendes Auslandsgeschäft und einen weiteren Personalabbau. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich im Großhandel. Im Einzelhandel wird die Lage dagegen optimistischer bewertet, hier trugen vor allem die Auswirkungen der Abwrackprämie auf den Absatz bei den Autohändlern zu dem positiveren Ergebnis bei.

Im Vergleich zum Januar hat sich der Klimaindex von 83,0 auf 82,6 Punkte zwar nur leicht verschlechtert, fällt damit aber auf den tiefsten Stand seit 1982. Wie beim Weltklimaindex, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, zeigt sich jedoch, dass die Erwartungen für das nächste halbe Jahr leicht in Richtung Besserung weisen. Der Wert für die Erwartungshaltung der befragten Unternehmen verbesserte sich gegenüber dem Januar um 1,4 auf jetzt 80,9 Punkte. Eine konjunkturelle Trendwende lasse sich aber aufgrund der Umfrageergebnisse noch nicht erkennen, so das Münchner Ifo-Institut. "Die Erwartungen sind nach wie vor skeptisch, nur der Pessimismus lässt nach", sagte Ifo-Experte Klaus Abberger.

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Analysten: Noch keine Trendwende in Sicht

Vor zu viel Optimismus warnen auch die Analysten. „Auch das erste Quartal 2009 wird von deutlich negativen Wachstumsraten geprägt sein“, sagt Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). „Der Anstieg der Ifo-Erwartungen allerdings lässt Raum für Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte.“ Unicredit-Analyst Andreas Rees ergänzt: „Damit sich der Trend verfestigt, brauchen wir auch in den kommenden Monaten eine starke Verbesserung der Erwartungen.“

Woher der Aufschwung in den nächsten Monaten kommen soll, weiß niemand. Auch das Ifo-Insitut werde seine Prognose von minus 2,2 Prozent Wirtschaftswachstum für 2009 wohl revidieren müssen, sagte Abberger. "Wir werden sicher nach unten korrigieren."

Neben dem Einbruch im Exportgeschäft warnen die Wirtschaftsforscher zudem vor dem zu erwartenden Anstieg der Arbeitslosigkeit. Durch den Stellenabbau sei der private Konsum als Konjunkturstütze gefährdet.

Für den Geschäftsklimaindex befragt das Ifo-Institut monatlich rund 7000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes sowie des Groß- und des Einzelhandels.

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