Konjunktur: Deutsche Exporte brechen so kräftig wie zuletzt 2009 ein

Konjunktur: Deutsche Exporte brechen so kräftig wie zuletzt 2009 ein

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Die deutschen Exporte sind im Juli stark zurück gegangen.

Nach einem kraftlosen ersten Halbjahr bekommt die Exportnation Deutschland weiteren Gegenwind: Im Sommermonat Juli liefen die Geschäfte extrem schlecht.

Herber Dämpfer für Deutschlands Exporteure im Juli: Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Ausfuhren um zehn Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Das war nach Angaben der Wiesbadener Behörde mit einem Minus von 18, 3 Prozent der höchste Rückgang in einem Monat seit Oktober 2009. Dabei war Deutschlands Außenhandel mit allen betrachteten Absatzregionen schwächer als vor Jahresfrist.

Ein Großteil des Rückgangs erkläre sich jedoch dadurch, dass der Juli 2015 außergewöhnlich gut war und der Exportnation Deutschland das zweitstärkste Monatsergebnis des vergangenen Jahres bescherte. „Das ist ungewöhnlich, dass ein Sommermonat so stark ist“, sagte ein Statistiker. Denn in dieser Zeit seien die Exportzahlen häufig auch wegen Betriebsferien geringer als sonst.

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Insgesamt verkauften deutsche Firmen im Juli 2016 Waren im Wert von 96,4 Milliarden Euro ins Ausland. Die Importe beliefen sich auf 76,9 Milliarden Euro – ein Minus von 6,5 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Außenhandelsbilanz – der Saldo aus Exporten und Importen – schloss im Juli mit einem Überschuss von 19,5 Milliarden Euro ab. Ein Jahr zuvor hatte der Saldo 24,8 Milliarden Euro betragen.

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Rückgänge gab es auch von Juni auf Juli des laufenden Jahres: Die Exporte verringerte sich binnen Monatsfrist um 2,6 Prozent. Damit gab es im Juli den stärksten monatlichen Rückgang seit August 2015 (minus 4,7 Prozent). Analysten hatten dagegen einen durchschnittlichen Zuwachs um 0,4 Prozent erwartet. Die Einfuhren ausländischer Waren nach Deutschland sanken gegenüber dem Vormonat im Juli kalender- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent.

Besonders stark verringerten sich die Exporte von Waren „Made in Germany“ in Länder außerhalb der Europäischen Union. Binnen Jahresfrist gab es ein Minus von 13,8 Prozent auf einen Warenwert von 40,1 Milliarden Euro. Im Handel mit den EU-Partnern musste Europas größte Volkswirtschaft einen Rückgang um 7,0 Prozent auf 56,3 Milliarden Euro hinnehmen.

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