Konjunktur: Deutsche Wirtschaft als Vorbild in Europa

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft als Vorbild in Europa

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Ein Containerschiff im Hamburger Hafen: Im März 2009 legte der Export erstmals seit September letzten Jahres leicht zu

von Mark Fehr

Der globale Aufschwung zieht die Exportnation Deutschland stärker mit als andere EU-Länder. Das ifo Institut verbessert daher seine Wachstumsprognose und verkündet gute Nachrichten auch für den Arbeitsmarkt.

Während Deutschland um den Einzug ins WM-Achtelfinale zittert, kommen von der Konjunkturfront schon mal positive Nachrichten. Das ifo Institut traut laut seiner jährlichen Konjunkturprognose der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr 2,1 Prozent Wachstum zu.

In ihrer Schätzung vom Vorjahr waren die Münchner Wirtschaftsforscher noch von einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um nur zwei Prozent ausgegangen. Für 2011 erwarten sie nun einen Zuwachs bei der gesamtwirtschaftlichen Produktion um 1,5 Prozent.

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Deutschland steht damit gegenüber den europäischen Defizitländern besonders gut da. Die vom Misstrauen der internationalen Finanzmärkte am stärksten betroffenen EU-Staaten wie etwa Portugal, Italien, Griechenland oder Spanien dürften weiter in der Rezession verharren. „Die deutsche Wirtschaft ist dagegen weiter auf Erholungskurs“, schreibt das ifo Institut.

Comeback der Weltwirtschaft

Frühindikatoren wie das ifo-Geschäftsklima zeigen, dass der Aufholprozess anhält. Grund sei vor allem die erstarkende Weltkonjunktur. Vor allem in Asien und Nordamerika hat sich das vom ifo Insitut erhobene Weltwirtschaftsklima deutlich aufgehellt. Die globale Wirtschaft dürfte daher um 4,1 Prozent in diesem und um 3,5 Prozent im kommenden Jahr zulegen.

Die Schwellenländer entfalten dabei die größte Dynamik. Doch auch die USA werden laut ifo-Prognose 2010 eine kräftige Erholung erleben, gefolgt von moderatem Wachstum in 2011. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft dürfte mit einem diesjährigen Anstieg der Exporte um fast elf Prozent in besonderem Maße von der globalen Erholung profitieren.

Die Binnenkonjunktur wird dagegen erst im kommenden Jahr etwas an Fahrt gewinnen. Während die privaten Konsumausgaben aktuell um ein Prozent schrumpfen, könnte es 2011 einen leichten Anstieg um 0,7 Prozent geben.

Auf den Arbeitsmarkt strahlt die konjunkturelle Erholung jedoch schon früher aus. Die Zahl der Arbeitslosen wird nach der neuesten Schätzung des ifo Instituts in diesem und im nächsten Jahr um jeweils 190.000 zurückgehen. Gleichzeitig steigt die Erwerbstätigkeit im Jahresschnitt um 80 000 (2010) und 120 000 (2011).

Das Sparpaket der Bundesregierung beurteilen die ifo-Ökonomen in dieser Situation positiv. Zwar bremse der Rückgang bei den Staatsausgaben die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Doch ein konsequenter Konsolidierungskurs steigere das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern. Sinkende Zinsen eröffnen zudem steigenden Spielraum für Investoren.

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