Konjunktur: Deutsche Wirtschaft in bester Laune

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft in bester Laune

Bild vergrößern

Die deutsche Bauwirtschaft rechnet mit guten Geschäften in den kommenden Monaten.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar zum vierten Mal in Folge verbessert. Der ifo-Index stieg stärker als erwartet. Deutschlands Euro-Partner hingegen rauschen Richtung Rezession

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar zum vierten Mal in Folge verbessert. Der ifo-Index stieg überraschend deutlich von 108,3 auf 109,6 Punkte, wie das ifo Institut am Donnerstag in München mitteilte. Seit November erholt sich das wichtige Stimmungsbarometer trotz der Unsicherheiten durch die Euro-Schuldenkrise und einem schwächeren Wachstum. „Die deutsche Konjunktur wird derzeit von binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getragen“, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Die befragten Unternehmen bewerten auch ihre aktuelle Lage besser als noch im Januar, vor allem aber schraubten sie ihre Erwartungen für die kommenden Monate nach oben. Der Index für die Erwartungen stieg im Februar von 100,9 auf 102,3 Punkte. „Die Geschäftserwartungen sind das vierte Mal in Folge zuversichtlicher“, sagte Sinn. Besonders gut schätzen die befragten Unternehmen demnach die Chancen für den Groß- und Einzelhandel ein. Auch die Bauwirtschaft rechnet mit guten Geschäften.

Anzeige

Neueinstellungen angekündigt

Auch im verarbeitenden Gewerbe habe sich das Geschäftsklima weiter leicht aufgehellt. Die aktuelle Geschäftslage werde hier aber als etwas weniger gut angesehen.„Vom Exportgeschäft rechnen sich die Firmen unverändert positive Impulse aus. Die Beschäftigtenzahl wollen sie weiterhin erhöhen“, sagte Sinn.

Die Eurozone hingegen rutscht laut einer am Donnerstag vorgestellten Konjunkturprognose der EU-Kommission in die Rezession. Den Berechnungen zufolge schrumpft die Wirtschaft in den 17 Euroländern im laufenden Jahr um 0,3 Prozent. Die Brüsseler Experten korrigierten ihren Ausblick deutlich nach unten. Im Herbst hatten sie noch mit einem Minimalwachstum von 0,5 Prozent für 2012 gerechnet. Es sind vor allem Griechenland und Portugal, die die Währungsunion in die Rezession ziehen. Für Hellas prognostiziert die EU ein Minus von 4,4 Prozent, nach einem Einbruch von 6,8 Prozent in 2011.

In Lissabon verschärft sich die Lage: Nach einem Minus von 1,5 Prozent rechnet die Kommission für das laufende Jahr mit einem Negativwachstum von 3,3 Prozent. Düster ist auch die Entwicklung in Italien, dort kippt die Konjunktur von plus 0,2 Prozent im vergangenen auf minus 1,3 Prozent im laufenden Jahr. Die gleiche Tendenz in Spanien: Dort rauscht die Konjunktur mit einem Prozent ins Minus.

Verlangsamung des deutschen Wachstums erwartet

Deutschland wird der Prognose zufolge seine Rolle als Konjunkturlokomotive nicht mehr so stark spielen können, weil sich das Wachstum von drei Prozent auf 0,6 Prozent stark verlangsamt. Allerdings weisen in der Eurozone nur die Slowakei und Estland mit 1,2 Prozent im laufenden Jahr ein größeres Wachstum als Deutschland auf. Währungskommissar Olli Rehn war dennoch um Optimismus bemüht. „Obwohl die Konjunktur stagniert sehen wir Zeichen der Stabilisierung“, erklärte er. So sei der Druck an den Finanzmärkten geringer geworden. Zudem seien die Bedingungen für eine Rückkehr zum Wachstum geschaffen worden. „Wenn wir entschlossen handeln, können wir die Kurve kriegen“, sagte Rehn.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%