Konjunktur: Deutschland schlittert in tiefe Rezession

Konjunktur: Deutschland schlittert in tiefe Rezession

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Feuerwehrfahrzeug vor der Bundesbank-Niederlassung in Hamburg

Die Deutsche Bundesbank geht in ihrer heute vorgestellten Prognose davon aus, dass Deutschland in die Rezession abgleitet. Die Experten rechnen mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent im Jahr 2009.

Die Deutsche Bundesbank geht in ihrer heute vorgestellten Prognose davon aus, dass Deutschland in die Rezession abgleitet. Die Experten rechnen mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent im Jahr 2009.

Mit ihrer düsteren Wachstumsprognose führte die Bundesbank ihre Einschätzung vom Juni dieses Jahres ad absurdum. Das damals noch erwartete Plus von 1,4 Prozent für 2009 sei nach dem „erheblichen Rückgang“ der realwirtschaftlichen Aktivität im Herbst nicht zu halten gewesen. Die Wachstumsprognose für 2008 kassierte die Bundesbank auch gleich: Das Wirtschaftswachstum soll nur noch 1,6 Prozent erreichen, statt wie bisher angenommen 2,3 Prozent.

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Erst für das Jahr 2010 rechnet die Bundesbank wieder mit einem Wachstum von 1,2 Prozent. Dabei unterstellt sie eine allmähliche Entspannung an den Finanzmärkten aufgrund der umfangreichen Maßnahmen zur Unterstützung des Bankensektors und der Konjunktur. Allerdings sei dieses Szenario noch mit extrem hoher Unsicherheit in Bezug auf die Weltkonjunktur behaftet. Einen schärferen Einbruch der deutschen Wirtschaft bezeichneten die Kapitalmarktexperten je nach Szenario als „keineswegs abwegig“.

Deflation ist nicht zu erwarten

Für den Arbeitsmarkt rechnen die Bundesbanker in Folge einer Unterauslastung der Produktionsbetriebe mit einer Zunahme der Arbeitslosenzahlen um je 100.000 für die Jahre 2009 und 2010. Im Vergleich zu früheren Jahren wäre dies noch moderat.

Für die allgemeine Preisentwicklung gab es hingegen erst einmal Entwarnung. Zunächst soll der Inflationsdruck aufgrund fallender Energie- und Nahrungsmittelpreise deutlich nachlassen. 2008 soll die Inflationsrate nach dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) 2,8 Prozent betragen. Der HVPI könne laut Bundesbank in der Folge unter einen Wert von 0,5 Prozent fallen und kurzzeitig sogar negativ werden.

Ab Herbst 2009 erwartet die Bundesbank ein Ende dieser Effekte und höhere Lohnkosten dürften sich vermehrt bemerkbar machen. Mit einer Deflation, wie sie zurzeit befürchtet wird, sei aus heutiger Sicht jedoch nicht zu rechnen. Für das Jahr 2009 prognostiziert die Bundesbank daher einen HVPI-Wert von 0,8 Prozent. 2010 dürfte die Inflationsrate dann 1,4 Prozent betragen. Die Zielmarke der Europäischen Zentralbank liegt bei knapp zwei Prozent.

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