Bild: dpaDaimler
Der Autobauer wird im Berliner Transporter-Werk Ludwigsfelde rund 200 Stellen streichen. Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben, sagte eine Sprecherin. Die im Zuge der Produktionseinstellung des Transporters Vario überflüssig werdenden Mitarbeiter sollen künftig entweder bei der Montage des Lieferwagens Sprinter zum Einsatz kommen oder mit Abfindungen freiwillig ausscheiden. Auch Altersteilzeit-Vereinbarungen seien möglich. Daimler beschäftigte in Ludwigsfelde südlich von Berlin zuletzt knapp 2100 Mitarbeiter. Die Schwaben haben schon längerer Zeit entschieden, den in die Jahre gekommenen Transporter Vario nicht weiter zu produzieren. Statt dessen setzen die Stuttgarter auf den Transporter Sprinter.
Bild: REUTERSCommerzbank
Die Bank und der Betriebsrat haben bei den Verhandlungen über den geplanten Stellenabbau nach „Handelsblatt“-Informationen eine Einigung erzielt. Konzernweit sollen mehr als 5000 der zuletzt rund 54.000 Stellen wegfallen, berichtete das Blatt (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf zwei Personen, die mit den Gesprächen zwischen dem Vorstand und den Arbeitnehmervertretern vertraut seien. Die Einigung sei so gut wie unter Dach und Fach. Auf Anfrage kommentierte die Bank den Bericht am Dienstag nicht. Im Januar hatte das Institut den Abbau von 4000 bis 6000 Vollzeitstellen angekündigt.
Bild: APAir Liquide
Der französische Industriegase-Hersteller will im Zuge eines Konzernumbaus in Deutschland 131 Arbeitsplätze streichen. Vorgesehen sei dies bis zum Jahresende an verschiedenen Standorten, sagte der Deutschlandchef des Rivalen des Münchener Linde -Konzerns, Thomas Pfützenreuter, der "Rheinischen Post". Wenn nötig, werde der Stellenabbau komplett durch betriebsbedingte Kündigungen geschehen. Nach Angaben der Zeitung ist jede zwölfte Stelle in Deutschland betroffen. Über den Umfang des Stellenabbaus an den einzelnen Standorten werde derzeit noch mit den Betriebsräten verhandelt, sagte eine Vertreterin der Gewerkschaft IG BCE dem Blatt. Air Liquide hat in Deutschland 1600 Mitarbeiter, der Gesamtkonzern beschäftigt hierzulande 4000 Mitarbeiter.
Bild: dapdSiemens
Der Konzern will in seinem größten Sektor Energie nach einem Zeitungsbericht in den nächsten Jahren 1000 Arbeitsplätze abbauen. Offenbar sollen zunächst rund 340 Stellen an den Standorten Erlangen und Offenbach in der Geschäftseinheit "Schlüsselfertige Kraftwerke" gestrichen werden. Mittelfristig wolle der Konzern in der selben Geschäftseinheit weitere 650 Arbeitsplätze an den beiden Standorten abbauen und stattdessen neue in Korea schaffen. Siemens reagiere damit auf die verschlechterte Auftragslage in Europa.
Bild: dapdZynga
Einst galt der amerikanische Spiele-Entwickler als Zukunft der Games-Branche. Online-Titel wie „Cityville“ und „Farmville“ oder Smartphone-Hits wie „Words with Friends“ sorgten für einen steilen Aufstieg. Doch das Glück scheint Zynga verlassen zu haben: Das Unternehmen entlässt rund 520 Mitarbeiter - das entspricht jedem fünften Job. Mehrere Standorte werden komplett geschlossen. Das soll jährlich 70 bis 80 Millionen Dollar einsparen helfen.
Bild: PRBenteler
Der Automobilzulieferer streicht weltweit 1800 der 22.000 Stellen in der Autosparte. Rund 500 davon werden vermutlich am deutschen Stammsitz in Paderborn wegfallen. Benteler erzielte 2012 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro, im Kerngeschäft mit Achsen und Karosserieteilen waren es 5,9 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat wichtige Umstrukturierungen zu lange herausgezögert, jetzt bleibt nur noch der Personalabbau.
Bild: APPanasonic
In der Auto- und Industrie-Sparte sollen binnen drei Jahren rund 5000 Jobs dem Rotstift zum Opfer fallen. Das sind knapp fünf Prozent aller 110.000 Arbeitsplätze in diesem Bereich. Die Kürzungen seien Teil der Strategie, die Rentabilität zu steigern, hieß es. Panasonic will die operative Gewinnmarge in den kommenden drei Jahren auf mindestens fünf Prozent verbessern. Das Unternehmen beschäftigt momentan mehr als 300.000 Menschen, hat in den vergangenen beiden Jahren bereits rund 40.000 Jobs gestrichen. Kurzfristig kostet die Umstrukturierung viel Geld. Panasonic plant umgerechnet rund zwei Milliarden Euro für den Umbau ein. Dazu will der Konzern das defizitäre Geschäft mit Flachbildschirmen abstoßen und sich auf profitablere Sparten wie die Zulieferung für die Auto-Branche konzentrieren. Auch die Medizintechnik steht zum Verkauf. Die Abbaupläne stehen im Kontrast zu einer Regierungsinitiative, die Arbeitslosigkeit in der zweitgrößten Volkswirtschaft Asiens zu reduzieren.
Im Bild: Panasonic Corp. Präsident Kazuhiro Tsuga
Bild: dpaDie Kölner Privatbank Sal. Oppenheim streicht mehr als ein Drittel der Arbeitsplätze. Insgesamt fallen rund 330 der zuletzt noch 870 Vollzeitstellen weg, wie die Deutsche-Bank-Tochter nach monatelangen Verhandlungen mit dem Betriebsrat mitteilte. Der Abbau solle sozialverträglich und möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gehen und bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Betroffen seien vor allem Verwaltungs- und IT-Einheiten. Vier Niederlassungen in Deutschland werden geschlossen.
Bild: dapdDie grün-rote Regierung in Baden-Württemberg will das Personal in der Landesverwaltung weiter reduzieren. Nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" stehen in der Landesverwaltung 5000 Stellen zur Disposition - zusätzlich zu den 11 .600 Lehrerstellen, die eingespart werden müssen. Nach Berechnungen des Finanzministeriums brächten die Stellenstreichungen einen Gesamteinsparbetrag von 236 Millionen Euro. Kürzungen plant Finanzminister Nils Schmid (SPD) auch durch eine Zentralisierung der Informations- und Kommunikationstechnik, die in einem Landesbetrieb zusammengefasst werden soll. Im Etat klafft derzeit eine strukturelle Deckungslücke von 2,5 Milliarden Euro.
Bild: PresseAixtron will mindestens jede fünfte Stelle in Deutschland streichen. Der Chipanlagenbauer beschäftigt weltweit über 900 Mitarbeiter, 550 davon in Deutschland. Ziel seien etwa 400, erklärte ein Sprecher. Aixtron produziert Anlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED), die in der Unterhaltungselektronik, Automobilindustrie und auch im privaten Gebrauch auf dem Vormarsch sind. Die Firma wie auch US-Konkurrent Veeco warten allerdings auf den nächsten Investitionszyklus und ächzen seit etwa einem Jahr unter Nachfrageschwund. 2012 sackte der Auftragseingang um 74 Prozent ab. Bei einem Umsatzeinbruch um 63 Prozent auf 227,8 Millionen Euro stand operativ ein Minus von 132,3 Millionen Euro. Netto fiel ein Verlust von 145,4 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 79,5 Millionen Euro. Auch wenn der größte Teil der Verluste auf Wertberichtigungen beruht, hatte Firmenchef Martin Goetzeler zuletzt wenig Hoffnung auf rasche Besserung gemacht.
Daimler
Der Autobauer wird im Berliner Transporter-Werk Ludwigsfelde rund 200 Stellen streichen. Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben, sagte eine Sprecherin. Die im Zuge der Produktionseinstellung des Transporters Vario überflüssig werdenden Mitarbeiter sollen künftig entweder bei der Montage des Lieferwagens Sprinter zum Einsatz kommen oder mit Abfindungen freiwillig ausscheiden. Auch Altersteilzeit-Vereinbarungen seien möglich. Daimler beschäftigte in Ludwigsfelde südlich von Berlin zuletzt knapp 2100 Mitarbeiter. Die Schwaben haben schon längerer Zeit entschieden, den in die Jahre gekommenen Transporter Vario nicht weiter zu produzieren. Statt dessen setzen die Stuttgarter auf den Transporter Sprinter.
Trotz der wiederaufgeflammten Schuldenkrise in Europa hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft den sechsten Monat in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex legte im April überraschend zu - wenn auch nur minimal um 0,1 auf 109,9 Zähler. Damit kletterte das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer auf den höchsten Stand seit Juli 2011, teilte das Münchner Ifo-Institut mit.
„Die deutsche Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Der Euro legte leicht zu. Auch der Dax legte zu. „Es zeigt sich einmal mehr, in welch guter Verfassung sich die Unternehmen in Deutschland befinden“, sagte DekaBank-Experte Andreas Scheuerle. „Deutschland hält in der Schuldenkrise die Fahne hoch“, meint Jana Meier von HSBC Trinkaus.
Nachfrage kommt vor allem aus dem Inland
Besonders in der Industrie gaben sich die Firmenchefs optimistischer. „Der Treiber ist eindeutig die Industrie“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe der Nachrichtanagentur Reuters. „Die Nachfrage kommt vor allem aus dem Inland. Viele Anleger investieren in Deutschland, Deutschland wird als sicherer Hafen betrachtet.“ Trotz steigender Preise beurteilten auch die Einzelhändler sowohl ihre Geschäftslage als auch ihre Aussichten besser. „Die Verbraucher kaufen weiter ein“, sagte Wohlrabe.
Die gute Wirtschaftslage macht sich auch in den Staatskassen bemerkbar. Bund und die Länder haben auch im März deutlich mehr Steuern eingenommen als vor einem Jahr. Ohne die reinen Gemeindesteuern erhöhte sich das Aufkommen um 7,2 Prozent auf 48,9 Milliarden Euro, wie das Bundesfinanzministerium in seinem neuen Monatsbericht mitteilte. Dabei verlief die Entwicklung auf den verschiedenen staatlichen Ebenen sehr unterschiedlich. Während der Bund wegen einer Reihe von Sondereffekten bei den ihm alleine zustehenden Steuern ein Minus von 12,1 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro verbuchte, brachten die Ländersteuern 1,3 Milliarden Euro und damit 5,2 Prozent mehr ein. Die Gemeinschaftssteuern spülten Bund, Ländern und Gemeinden 39,5 Milliarden Euro in die Kassen - ein Plus von zwölf Prozent. Dabei legte die Lohnsteuer um 6,1 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro zu. Bei den Steuern vom Umsatz verbuchte der Fiskus ein Plus von 3,1 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Die von den großen Unternehmen gezahlte Körperschaftsteuer brachte dem Staat 5,2 Milliarden Euro und damit knapp 22 Prozent mehr ein. Damit erreichten die Einnahmen wieder Vorkrisenniveau, wie das Ministerium erklärte.
Aussichten bleiben rosig
Dass die gute Stimmung in der Wirtschaft noch anhält, scheint wahrscheinlich. Die 7000 Manager, die für den Ifo-Geschäftsklimaindex befragt wurden, schätzten die Aussichten für die kommenden sechs Monate genauso gut ein wie zuletzt. Das Barometer verharrte bei 102,7 Punkten. Experten hatten hier einen Rückgang auf 102,5 Zähler vorausgesagt. Die Geschäftslage wurde etwas besser eingeschätzt. Dieser Index kletterte von 117,4 auf 117,5 Punkte. Hier waren 117,0 Punkte erwartet worden.











