Konjunktur: Finanzbranche ist pessimistisch

Konjunktur: Deutsche denken positiv

Bild vergrößern

Die Finanzbranche bleibt pessimistisch. Unruhige Märkte machen den Banken zuschaffen

Finanzbranche ist pessimistisch


Trotzdem sind einige Branchen - hauptsächlich aus dem Finanzsektor - miesepetrig gestimmt: Bei Privatbanken, Sparkassen und Landesbanken wie auch in der Investmentbranche ist die aktuelle Stimmung schlechter als zum Jahreswechsel 2010/2011. Und auch für 2012 erwarteten die Institute niedrigere Umsätze. Den Banken machen die unsicheren Finanzmärkten zu schaffen. Insgesamt haben von 46 befragten Branchenverbänden 23 angegeben, dass die Stimmung in ihren Unternehmen schlechter sei als vor einem Jahr. So jedenfalls das Ergebnis der Verbandsumfrage 2012 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. In elf Wirtschaftszweigen habe sich die Stimmung verbessert. 26 Branchen erwarten höhere Umsätze als 2011, weitere neun Bereiche rechneten mit konstanten Zahlen. 29 Verbände erwarteten ein gleichbleibendes Investitionsvolumen. Nur acht Betriebe gingen davon aus, Leute entlassen zu müssen. Darunter wieder private Geldhäuser und Landesbanken.

Für das IW immer noch kein Grund zur Schwarzmalerei. "Von einem starken Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung ist derzeit nicht auszugehen", erklärte IW-Chef Michael Hüther. Besonders optimistisch sind laut Umfrage die Maschinen- und Anlagenbauer. Allerdings knüpfe die Branche einen Großteil ihrer Erwartungen daran, dass die Euro-Zone ihre Krise rasch überwinden werde. Allerdings werden die Deutschen, so die Umfrage von Zukunftsforscher Opaschowski, immer politikverdrossener. Sie trauen zwar der Wirtschaft, das Misstrauen gegenüber den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik steige dafür stetig. "Statt zu regieren, reagieren diese nur noch. Daher trauen die Menschen ihnen immer weniger, sich selbst aber immer mehr zu", sagte Opaschowski. Die Folge: "Für 62 Prozent der Befragten in Westdeutschland und 68 Prozent jener im Osten ist klar, dass die Politikverdrossenheit weiter zunehmen wird."

Anzeige
Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%