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Konjunktur: ifo-Index steigt auf Fünf-Monats-Hoch

von Reuters

Trotz weltweiter Konjunkturflaute ist die Stimmung der deutschen Firmenchefs blendend. Der ifo-Geschäftsklima-Index kletterte auf den höchsten Stand seit August 2011. Nur die Schuldenkrise macht weiter Sorgen.

Sie hat die deutsche Wirtschaft überrascht

Der damalige Wirtschaftsminister Rainer Brüderle präsentierte im Januar 2011 den Jahreswirtschaftsbericht. Darin schrieb sein Ministerium, der Aufschwung werde 2,3 Prozent ausmachen. Der FDP-Politiker sprühte vor Optimismus. Die Daten seien einfach nur „sensationell“: „Unser Land nimmt Kurs auf Vollbeschäftigung“. Zumindest in diesem Punkt lag er richtig, obwohl es sogar noch besser lief als er meinte.

Quelle: Reuters

Deutsche Firmenchefs machen sich keine Sorgen um die Konjunktur. Die Stimmung der deutschen Firmenchefs ist im Januar den dritten Monat in Folge gestiegen. Der ifo-Geschäftsklimaindex kletterte um einen Punkt auf 108,3 Zähler, teilte das Münchener ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mit. Einen besseren Wert gab es zuletzt im August 2011.

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Die 39 von Reuters befragten Analysten hatten lediglich einen leichten Anstieg auf 107,5 Zähler erwartet. „Die deutsche Wirtschaft startet mit Elan ins neue Jahr“, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Eine Rezession wird damit unwahrscheinlicher. Die Firmenchefs blicken optimistisch auf die kommenden sechs Monate. Das Barometer für die Geschäftsaussichten legte überraschend stark um 2,3 auf 100,9 Zähler zu. Der Index für die Geschäftslage fiel dagegen leicht auf 116,3 von 116,7 Punkten. In der Industrie verbesserte sich die Stimmung besonders stark, ebenso in der Baubranche und bei den Dienstleistern. Im Groß- und Einzelhandel ließ sie dagegen etwas nach.

"Keine Rezession"

„Es gibt keine Anzeichen, dass wir in eine Rezession rutschen, die auch auf den Arbeitsmarkt durchschlagen könnte“, sagte ifo-Experte Klaus Abberger zu Reuters. Analysten sehen das ähnlich. „Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass Deutschland in eine tiefe Rezession rutschen wird“, sagte UniCredit-Experte Andreas Rees. „Die Konjunktur am Horizont hellt sich wieder auf. Es gibt einigen Grund zum Optimismus.“ Besonders die Exporteure sind wieder zuversichtlicher. „Die Stimmung ist nicht euphorisch, aber im Export haben wir den Boden gefunden“, sagte Abberger. Dabei helfe der schwächere Euro-Kurs.

Ganz aus dem Schneider sei die deutsche Wirtschaft aber noch nicht. „Das Thema Schuldenkrise ist noch ganz wichtig, die kann die Konjunktur noch beschädigen“, sagte der ifo-Experte. Der Ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer. Es sagt die Entwicklung der kommenden Monate zuverlässig vorher. Die Bundesbank rechnet wegen der befürchteten Winterflaute für dieses Jahr mit einem Mini-Wachstum von 0,6 Prozent. Es soll sich 2013 auf 1,8 Prozent verdreifachen soll. Im abgelaufenen Jahr hatte es noch ein Plus von drei Prozent gegeben.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 25.01.2012, 11:36 UhrAstrologinPalmer

    Weltweit mehren sich die Rezessionssignale, die EU versinkt in der Schuldenfalle, Banken haben zu wenig Eigenkapital - und jetzt sollen wir glauben, alles würde gut.
    Woher kommen diese gelenkten Ergebnisse von Befragungen?
    Von den Gleichen, die seit Jahrzehnten falsche Prognosen liefern?
    Wenn meine Prognosen so falsch wären, wie z.B. die der "Wirtschaftsweisen" hätte ich längst keine Klienten mehr.

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