Konjunktur: Im Scheitelpunkt der Krisenkurve

Konjunktur: Im Scheitelpunkt der Krisenkurve

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ARCHIV - Container werden am 19.10.2009 am Containerterminal Altenwerden im Hafen in Hamburg abgefertigt. Die deutsche Wirtschaft erholt sich schneller als gedacht.

von Mark Fehr

Viele deutsche Unternehmen blicken mit vorsichtigem Optimismus ins kommende Jahr. Einige Hoffnungsträger werden sogar mehr herstellen als 2009. Was bedeutet das erhoffte Plus bei Produktion und Exporten für die Beschäftigten?

Die meisten befragten Betriebe haben das Schlimmste offenbar hinter sich. Ein gutes Drittel rechnet damit, 2010 mehr herzustellen, als in diesem Jahr.

Doch der Aufschwung wird insgesamt nur schleppend verlaufen. Ein Fünftel der Unternehmen bleibt hart im Griff der Krise und erwartet im nächsten Jahr einen Rückgang der Produktion. Die Frage ist, welche Branchen und Unternehmen als erste wieder Wind in die Segel bekommen. Zu den Hoffnungsträgern gehört vor allem die Chemieindustrie, deren Output 2010 nach Schätzung der Deutschen Bank auf Stand vom Herbst des Jahres um neun Prozent zulegen wird.

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Traditionell krisenfest schlägt sich auch die Pharmabranche, denn Medikamente kennen keine Konjunktur.

Zu den Sorgenkindern gehört dagegen etwa der Maschinenbau. Fast alle Zweige dieser für Deutschland wichtigen Industrie werden in diesem Jahr ihren Güterausstoß mit zweistelliger Rate drosseln.

Sorgenkind Maschinenbau

Im kommenden Jahr haben die Maschinenhersteller allenfalls eine leichte Belebung auf niedrigem Niveau zu erwarten.

Um vier Prozent könnte die Produktion 2010 steigen, schätzt die Deutsche Bank. Gemäß der IW-Umfrage herrschen die freundlichsten Aussichten bei Produzenten von Vorleistungs- und Konsumgütern. Hier erwarten nur 18 Prozent der Unternehmen im kommenden Jahr einen sinkenden Output – 44 Prozent rechnen dagegen mit einem Anstieg.

Wachsende Produktion in den Hoffnungsbrachen ist zunächst ein positives Signal. Doch dabei stellt sich die Frage, wie viel Geld die Unternehmen für ihre Produkte verlangen können. Bei sinkenden Preisen bedeutet mehr Absatz nicht zwangsläufig mehr Umsatz. So ermittelte das Statistische Bundesamt für Oktober dieses Jahres einen weiteren Preisverfall bei gewerblichen Produkten.

Insgesamt gab der Index der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,6 Prozent nach. Besonders betroffen sind Energieproduzenten. Am stärksten brachen die Erdgaspreise für Industriekunden ein – sie verloren im vergangenen Monat fast ein Drittel ihres Wertes vom Oktober 2009.

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