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Konjunktur: Konjunktur-Frühindikator Earlybird auf Rekordhoch

Die Zukunftsaussichten der deutschen Wirtschaft haben sich im August erneut stark verbessert. Der Konjunktur-Frühindikator Earlybird stieg auf den höchsten Stand seit mehr als zwölf Jahren.

Der Frühindikator Earlybird, den die Commerzbank monatlich exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelt, stieg im August um 0,26 auf 1,69 Punkte und übertraf damit sogar sein bisheriges Rekordhoch vom Juli 1997. Der Index ist seit Dezember 2008 jeden Monat gestiegen und damit neunmal in Folge.

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Ausschlaggebend für den weiteren Anstieg im August war die Verbesserung der weltweiten Konjunktur, von der die deutsche Wirtschaft aufgrund ihrer hohen Exportabhängigkeit überdurchschnittlich profitieren sollte. So verweist die Commerzbank auf den gestiegenen US-Einkaufsmanagerindex für die Industrie, der als wichtigster Frühindikator für die Weltwirtschaft in die Berechnung des Earlybird eingeht. Er verbesserte sich von Juli auf August um 4,0 auf 52,9 Punkte. Damit liegt er wieder deutlich über der kritischen Marke von 50, die den Expansions- vom Kontraktionsbereich trennt. Die Teilindizes für die Produktion und die Auftragseingänge schnellten sogar auf über 60 Punkte in die Höhe.

Weitere Signale für eine Belebung der Weltwirtschaft kommen aus China. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie legte dort im August um 0,7 auf 54,0 Punkte zu. Der Teilindex für die Importe übersprang dabei zum ersten Mal seit Juni 2008 mit 51,3 Zählern wieder die 50-Punkte-Marke. Die steigende Nachfrage der Chinesen nach ausländischen Produkten eröffnet auch den deutschen Exporteuren zusätzliche Absatzchancen, so die Commerzbank-Ökonomen. Positive Impulse für Deutschlands Wirtschaft gingen zudem vom monetären Umfeld aus. Der Zinssatz für Dreimonatsgeld tendiert derzeit mit rund 0,8 Prozent weiter nach unten. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal mit einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal wieder auf Wachstumskurs eingeschwenkt ist, rechnet die Commerzbank damit, dass sich die Aufwärtsdynamik im zweiten Halbjahr spürbar verstärkt.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.09.2009, 17:15 UhrAnonymer Benutzer: Adolfo

    Recht hat er der Sebastian !

  • 05.09.2009, 17:03 UhrAnonymer Benutzer: Sebastian

    Marktgeschehen ist überwiegend Psychologie. Sie wird unter anderem beeinflusst durch Meldungen aus Wirtschaft, Politik, Technik, Wissenschaft und mehr.
    ist die weltweite Stimmung stabil, kann sie zwar durch Krisen und deren interpretationen durch Presse und Politik gedämpft werden.
    Sie wird aber die beteiligten das Ganze erst mal im Verlauf beobachten und bewerten lassen.
    in Krisen lauern auch Chancen:
    die Schlauen unter uns nutzen das schnell aus. Sie greifen jetzt zu!
    Sollte alles den bach runter laufen, wäre ohnehin alles verloren.
    Nutzen:Risiko-Denken.
    Wer nicht handelt, ist selber schuld.

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