Konjunktur: Rosige Aussichten für die Weltwirtschaft

Konjunktur: Rosige Aussichten für die Weltwirtschaft

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ARCHIV - Arbeiter verfolgen am Dienstag (21.07.2009) in der Edelstahl-Gießerei Otto Junker in Simmerath (Kreis Aachen) einen Abstich. Die Gießerei in der Eifel stellt Edelstahlprodukte für den Maschinen - und Anlagenbau her. Der rasante Absturz der deutschen Wirtschaft ist gestoppt. Im Frühjahr hat sich die Wirtschaft überraschend schnell erholt und ist erstmals seit Anfang 2008 wieder gewachsen. Zum Vorquartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real um 0,3 Prozent zu. Das meldete das Statistische Bundesamt am Donnerstag (13.08.2009) in Wiesbaden. Foto: Oliver Berg dpa/lnw/lhe (c) dpa - Bildfunk

Zum ersten Mal seit Ausbruch der Immobilien-Krise hat sich die Lage der Wirtschaft weltweit leicht verbessert, wie das Ifo-Institut ermittelt hat. Besonders gut geht es Asien, Europa hinkt dagegen etwas hinterher. Experten warnen jedoch vor Euphorie.

Zum zweiten Mal in Folge ist der quartalsweise erhobene Ifo-Index, ein wichtiger Stimmungsbarometer der Weltwirtschaft,  gestiegen.

Wirtschaftsexperten aus 92 Ländern, die das Münchener Institut befragte, beurteilten vor allem die Aussichten für die kommenden sechs Monate als überaus positiv. Auch die zweite Indexkomponente – die aktuelle Wirtschaftslage – habe sich leicht verbessert, teilt das Ifo-Institut mit.

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Trotz dieser Steigerung beurteilten die befragten Experten die Lage weltweit aber immer noch als "äußerst ungünstig".

Insgesamt ist der Ifo-Index im dritten Quartal dieses Jahres um 14,3 auf 78,7 Punkte gestiegen. Viel Hoffnung stecken die befragten Volkswirte in die Entwicklung der Wirtschaft in den kommenden sechs Monaten. Der Teilindex für die Erwartungen schnellte um 24,5 auf 114 Punkte hoch und ist somit so hoch wie schon seit Jahren nicht mehr.

Vorreiter auf dem Weg aus der Weltwirtschaftskrise ist demnach Asien. Dort habe der Indexwert des Wirtschaftsklimas beinahe wieder den langjährigen Durchschnitt erreicht. Auch die befragten Experten in Nordamerika schauen wieder deutlich positiver in die Zukunft. Aber auch in Europa

Vorsicht vor zu viel Optimismus

Der Ifo-Experte Klaus Abberger rät zur Vorsicht vor zu viel Optimismus. „Die Frage ist, ob die Entwicklung nachhaltig ist“, sagt Abberger. Vor allem staatliche Konjunkturpakete sorgten derzeit für eine Entspannung der wirtschaftlichen Lage. "In nächster Zeit muss sich zeigen, ob die Wirtschaft den positiven Trend selbst tragen kann." 

Die guten Werte des Ifo-Index sprechen nach Ansicht von Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzbank dafür, dass die globale Rezession langsam vorüber geht. „Der Ifo-Stimmungsindikator deckt sich weltweit mit den harten Zahlen und spricht für viel Wachstumspotenzial“, sagte Solveen der WirtschaftsWoche.   

Einziges Sorgenkind der Weltkonjunktur ist laut der Ifo-Erhebung nach wie vor Ost- und Mitteleuropa, wo sich die Wirtschaftslage nach einschätzung der Experten sogar noch verschlechterte.

Aber auch in Deutschland sei die Auslastung der Wirtschaft noch sehr gering. „Dafür sprechen die gesunkenen Erzeugerpreise“, sagt Volkswirt Solveen. Wie das statistische Bundesamt mitteilte, seien die Preise ab Werk im Juli 2009 so stark eingebrochen, wie noch nie und seien mittlerweile auf dem Niveau von 2007. Dass der Einbruch dermaßen groß war liegt aber nicht nur an der fehlenden Nachfrage sondern zu großen Teilen auch an den sinkenden Energie- und Rohstoffkosten.

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