Konjunktur: Standort Deutschland: Optimismus für 2010

Konjunktur: Standort Deutschland: Optimismus für 2010

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Schlüsselindustrie Maschinenbau: Die exportstarke Branche leidet in Deutschland stärker als in anderen Ländern unter der Krise, dürfte aber von einer Erholung auch deutlicher profitieren

Die Rezession ist längst noch nicht überstanden. Das Bruttoinlandsprodukt geht zurück, die Arbeitslosenzahlen steigen. Erst 2010 ist mit Besserung zu rechnen. Warum vieles dafürspricht, dass sich Deutschland schneller erholt, als andere Länder.

Die Lage ist düster. Um rund sechs Prozent wird in diesem Jahr das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland zurückgehen, stellt die Deutsche Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht fest. Die Zahl der Arbeitslosen soll nach ihrer Prognose im Jahresmittel 2010 bei 4,4 Millionen liegen. Das wäre eine Million über der Zahl vom Frühjahr 2009.

Auch die Frühjahrsgutachten der führenden Wirtschaftsinstitute rechnen mit einem Schrumpfen der Wirtschaft um sechs Prozent, das Heer der Arbeitslosen soll demnach bis Ende 2010 sogar auf fünf Millionen anwachsen.

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Die Krise geht  auch noch konkreter: Von den 100 größten deutschen Unternehmen rutschten im ersten Quartal dieses Jahres 32 in die Verlustzone, ihre Nettogewinne brachen im selben Zeitraum um 70 Prozent ein, während die Umsätze um acht Prozent sanken. Das ergab eine Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsprüfung der Universität Saarbrücken für das Handelsblatt.

Die Umsatzrenditen sanken demzufolge auf das Niveau der Krise von 2002, nämlich 1,7 Prozent nach 5,3 Prozent im Vorjahr.

Also alles noch viel schlimmer als erwartet? Werden die schlimmsten Befürchtungen übertroffen? Schaut man auf die genannten Prognosen, wird der Begriff einer wirtschaftlichen Depression begreifbar.

Deutschlands Konjunktur stark betroffen

Zweifelsohne ist die vom Export abhängige deutsche Wirtschaft vom Abschwung stärker betroffen als, die meisten anderen Länder. Zum Vergleich: Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet beim deutschen Bruttoinlandsprodukt 2009 einen Rückgang von 6,0 Prozent, in Irland soll das Minus sogar 9,0 Prozent betragen.

Dagegen soll etwa in den USA – der Keimzelle der Immobilien- und Finanzkrise – das Minus lediglich 2,8 Prozent betragen. Dort ist die Exportquote deutlich niedriger, der US-Binnenmarkt hingegen entscheidend für die Konjunktur.

Doch trotz aller schlechten Nachrichten nimmt eine Erholung als zartes Pflänzchen in einzelnen Unternehmen und Märkten ihren Anfang. Und einiges spricht dafür, dass sich Deutschland schneller von dieser historischen Wirtschaftskrise erholt, als die meisten anderen Länder.

Zum einen scheint die Zeit sinkender Exporte zu Ende zu gehen. Die aktuelle Prognose des IfW geht davon aus, dass der Welthandel in den kommenden Quartalen wieder zunimmt.

Trendwende noch 2009

Ein Ende der Talfahrt bei den Exporten soll laut IfW bereits Mitte 2009 wahrscheinlich sein. Nach einem Minus von 18 Prozent in diesem Jahr soll das Auslandsgeschäft 2010 wieder um gut fünf Prozent zulegen.

Und von diesem Aufschwung dürfte der mehrfache Exportweltmeister Deutschland überproportional profitieren.

Zum anderen konnte Deutschland nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young seinen Platz als beliebtester Wirtschaftsstandort in Europa verteidigen.

Für die Untersuchung wurden mehr als 800 Unternehmen befragt. Dabei gaben 43 Prozent der Unternehmenschefs an, Deutschland sei in Europa am besten für die Bewältigung der Krise gerüstet. 89 Prozent trauen Deutschland zu, die gegenwärtigen Turbulenzen erfolgreich zu bewältigen.

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