Konjunktur: Starkes Signal für die deutsche Konjunktur

Konjunktur: Starkes Signal für die deutsche Konjunktur

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Container-Terminal im Hafen von Duisburg

von Mark Fehr

In der Wirtschaft bricht der Frühling aus: Trotz Griechenland-Krise und Exportstreit steigt die Stimmung deutscher Unternehmer rasant. Die Industrie blickt hoffnungsvoll ins Ausland.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) muss Europa vor der griechischen Staatspleite retten, die EU-Partner werfen Deutschland Exporterror vor und Finanzminister Schäuble (CDU) rechnet die ehrgeizigen Steuerpläne der Liberalen klein.

Das alles scheint die Wirtschaft nicht zu stören, denn die Stimmung der Unternehmer ist so gut wie selten. Im März stieg das vom Münchner ifo Institut monatlich erhobene Geschäftsklima unerwartet deutlich: Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Konjunktur legte von 95,2 um fast drei auf 98,1 Punkte zu.

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„Auch in der deutschen Wirtschaft ist der Frühling ausgebrochen“, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die regelmäßige Umfrage der ifo-Ökonomen bei 7000 Firmen zeigt, dass Chefs und Vorstände vor allem die aktuelle Geschäftslage deutlich positiver beurteilen als im Februar.

Handel, Bau und Industrie optimistisch

Aber auch die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden sechs Monate fallen optimistischer aus. Alle befragten Branchen – Industrie, Bau und Handel – melden eine Klimaverbesserung auf breiter Front. Die Einzelhändler haben damit offenbar den Stimmungsrückschlag vom Februar verdaut.

Besonders Industriebetriebe rechnen für die Zukunft mit guten Geschäften. Dieses Aufschwungssignal ist wichtig, denn in den ersten Monaten des Jahres 2010 sah es so aus, als gerate der Konjunkturmotor ins stottern.

Momentan erwarten Wirtschaftsinstitute laut jüngster Prognosen für dieses Jahr allenfalls eine langsame und mühsame Erholung. Auch das Finanzministerium sieht angesichts der kürzlich bekanntgegebenen Wirtschaftsdaten vom Januar nur eine zögerliche Belebung und keinen selbsttragenden Aufschwung.

Das stark aufgehellte ifo Geschäftsklima beflügelt nun wieder Optimisten, die an ein schnelleres Comeback glauben. So stellt die Bundesbank für das Frühjahr eine spürbare Belebung der deutschen Wirtschaft in Aussicht. Besonders das Ausland setze mit seiner Nachfrage nach deutschen Produkten Wachstumsimpulse.

Ambitionen im Ausland

Die Exportwirtschaft denkt in dieser Situation offenbar nicht daran, dem Aufruf von EU-Staaten wie Frankreich zu folgen, und die Ausfuhr zu drosseln. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle will dem Exportsektor sogar mit einem Förderprogramm unter die Arme greifen.

Beim internationalen Engagement deutscher Firmen spielt allerdings auch das außereuropäische Ausland eine immer größere Rolle. Dabei geht es nicht nur um Lieferungen, sondern auch um Investitionen vor Ort.

Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) wollen 44 Prozent der Industriebetriebe Geld ins Ausland stecken – beliebtester Investitionsstandort ist demnach die Volksrepublik China. Der DIHK interpretiert die Auslandsambitionen als eine deutliche Verbesserung der Stimmung deutscher Unternehmen.

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