Konjunktur : Trübe Aussichten für den Einzelhandel

Konjunktur : Trübe Aussichten für den Einzelhandel

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Das Konsumklima trübt sich wieder ein.

Die Stimmung in der Wirtschaft ist durchwachsen. In der Industrie herrscht weiter Optimismus, doch in anderen Branchen werden die Konjunkturaussichten negativer beurteilt. Vor allem Einzelhändler und Kauflaune trüben das Bild.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist weiter verhalten optimistisch, doch in verschiedenen Branchen wächst die Skepsis. Das Münchener ifo-Institut veröffentlichte heute die Ergebnisse des Konjunkturtests für Oktober 2009, es sind die Details nach Branchen zu dem bereits am Freitag vorgestellten Geschäftsklimaindex.

Zuversicht macht sich demnach in der Industrie breit. So hat sich im verarbeitenden Gewerbe das Geschäftsklima im Oktober zum siebten Mal in Folge aufgehellt. Die negativen Stimmen zur Geschäftslage nahmen weiter ab, jedoch war weiterhin der überwiegende Teil der Unternehmen unzufrieden mit der aktuellen Situation.

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In Bezug auf die Geschäftsentwicklung für das kommende halbe Jahr waren die Unternehmen wieder vorsichtig zuversichtlich. Weniger Unternehmen als im September gaben an, ihren Personalbestand reduzieren zu wollen.

Schlechtere Stimmung bei Einzelhandel und Dienstleistungen

Auch im Großhandel  hat sich das Geschäftsklima verbessert, bei der Beurteilung der Erwartungen äußerten sich allerdings wieder mehr Unternehmen skeptisch.

Für den Bereich Dienstleistungen ist der Index dagegen gesunken. Damit hat sich das Geschäftsklima im Dienstleistungsbereich zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder verschlechtert. Verantwortlich dafür sind die Erwartungen der Unternehmen. Sie schätzten den Geschäftsverlauf im kommenden halben Jahr weniger positiv ein als im September.

Deutlich negative Signale gibt es auch au dem Einzelhandel, dort hat sich das Geschäftsklima  wieder eingetrübt. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage merklich schlechter als in den vergangenen drei Monaten, dem kommenden halben Jahr sahen sie unverändert skeptisch entgegen.

Auch im Einzelhandel mit Unterhaltungselektronik, wo das Weihnachtsgeschäft bevor steht und die Zufriedenheit mit den Geschäften in den vergangenen beiden Monaten überdurchschnittlich gut war, nahm spürbar ab. Ebenso trübten sich die Perspektiven für das kommende halbe Jahr deutlich ein.

Auch das Konsumklima in Deutschland hat ich laut GfK erstmals seit gut einem Jahr wieder leicht verschlechtert. Die Kauflaune wird durch die zunehmenden Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt, steigende Energiepreise und das Auslaufen der Abwrackprämie gedämpft, berichteten die Marktforscher. Das Konsumklima habe nach der Bundestagswahl einen Dämpfer erhalten, resümierte die GfK.

 „Die Bürger warten erst einmal ab, bis klar ist, was an Be- oder Entlastungen auf sie zukommt“, sagte der GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. Angesichts der horrenden Staatsverschuldung seien die Menschen ohnehin skeptisch, ob die angekündigten Steuersenkungen eingehalten werden können. Für November prognostiziert die GfK einen Rückgang des Gesamtindikators um 0,2 auf 4,0 Punkte. Auch für das kommende Jahr erwartet die GfK noch keine wesentliche Verbesserung der Verbraucherstimmung.

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