Konjunktur: US-Verbraucherstimmung bricht ein

Konjunktur: US-Verbraucherstimmung bricht ein

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Dollar-Noten mit einer USA-Fahne. Die Verbraucherstimmung ist deutlich zurückgegangen.

Die Stimmung der Verbraucher in den USA ist überraschend eingebrochen. Experten waren eigentlich von einem leichten Anstieg ausgegangen. Der Fed dürfte die Entwicklung bei ihrem Zinsentscheid zu denken geben.

Die Stimmung der US-Verbraucher ist im April überraschend eingebrochen. Damit wird eine frühe Zinswende in der weltgrößten Volkswirtschaft immer unwahrscheinlicher. Das Konsumbarometer fiel auf 95,2 Zähler von 101,4 Punkten im März, wie das Institut Conference Board am Dienstag unter Berufung auf seine Umfrage mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Dezember.

Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Anstieg auf 102,5 Zähler gerechnet. Die schlechter als erwartet ausgefallenen Daten dürften der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) bei ihrem Zinsentscheid am Mittwoch zu denken geben - der private Konsum macht schließlich etwa 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.

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Viele Experten rechnen mittlerweile damit, dass die Notenbank trotz des Aufschwungs erst im September oder noch später die Zinszügel anzieht. Der Leitzins liegt nun bereits seit dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise Ende 2008 mit null bis 0,25 Prozent so niedrig wie nie zuvor. Obwohl die Wirtschaft insgesamt wieder rund läuft, reiht sich die Stimmungseintrübung der Verbraucher in eine Serie von zuletzt enttäuschenden Konjunkturdaten ein - von der Produktion bis hin zum Arbeitsmarkt.

IW-Konjunkturprognose Wirtschaftswachstum 2015 ist nur ein Strohfeuer

Billiges Öl, der schwache Euro und niedrige Zinsen treiben derzeit noch die deutsche Wirtschaft an. Der Höhenflug wird Prognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge aber nicht anhalten.

Momentan geht es heiß her in der deutschen Wirtschaft. Für 2016 rechnet das Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) aber mit einer Abkühlung. Quelle: dpa

Die Aktienkurse an der Wall Street wurden durch die Daten deutlich ins Minus gedrückt. "Es ist zu befürchten, dass sich die Konsumnachfrage zu Beginn des zweiten Quartals moderat entwickelt, ungeachtet der positiven Arbeitsmarktentwicklung und den gestiegenen Realeinkommen", warnte Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba. Am Mittwoch stehen Daten zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal an. Experten gehen von einem deutlich schwächeren Wachstumstempo aus: Die Wirtschaft dürfte demnach nur mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 1,0 Prozent gewachsen sein. Ende 2014 waren es noch 2,2 Prozent.

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