Konjunktur : US-Wirtschaft bricht stärker ein als erwartet

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Konjunktur : US-Wirtschaft bricht stärker ein als erwartet

Deutlicher Einbruch der US-Wirtschaft: Erstmals seit drei Jahren wird für das Startquartal 2014 einen Rückgang gemeldet - und der fällt nun noch erheblich heftiger aus als bislang angenommen.

Die US-Wirtschaft ist zum Jahresbeginn heftig eingebrochen. Die Wirtschaftsleistung der weltgrößten Volkswirtschaft sackte aufs Jahr hochgerechnet zwischen Januar und März um 2,9 Prozent. Das teilte das Handelsministerium in Washington am Mittwoch in seiner dritten Schätzung mit. In der vorigen Schätzung war zunächst nur von 1 Prozent die Rede.

Zwar hatten Volkswirte nach dem ungewöhnlich harten Winter in den USA eine Wachstumsdelle erwartet - doch vom Ausmaß des Einbruchs wurden die Experten deutlich überrascht. Sie hatten zuvor für die dritte Schätzung einen Rückgang um lediglich etwa 1,8 Prozent erwartet.

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Die zehn wettbewerbsfähigsten Länder der Welt

  • Platz 10

    Unter den Top 10 der wettbewerbsfähigsten Ländern befinden sich gleich drei skandinavische Staaten. Den Anfang macht Norwegen auf Rang 10. Damit verliert das Land im Vergleich zum Vorjahr vier Plätze. Nahezu unschlagbar ist Norwegen in den Punkten gesellschaftliche Rahmenbedingung, Produktivität und Effizienz, sowie politischer Stabilität. Doch die Steuerlast und die Einkommen sind sehr hoch. Das macht es für Unternehmen in dem Land schwer, konkurrenzfähige Preise zu bieten.

  • Platz 9

    Neu vertreten unter den zehn wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt ist Dänemark. Die Skandinavier klettern um drei Plätze nach oben. Das Land weist die geringste soziale Ungleichheit auf (Rang eins beim Gini-Index), kennt das Wort Korruption praktisch nicht (Rang eins) und hat einen äußerst flexiblen Arbeitsmarkt (Rang zwei). Auf der Negativseite steht die hohe Besteuerung von Konsumgütern (Rang 49) und dem Einkommen (Rang 59) .

  • Platz 8

    Auch die Vereinigten Arabischen Emirate verteidigen ihren Platz in den Top 10. Von Platz 16 im Jahr 2012 ging es 2013 und 2014 hoch auf Rang acht. Die Emirate gelten als der Knotenpunkt für Tourismus, Handel und Luftfahrt. Im Ranking punkten die Arabischen Emirate besonders mit den Unternehmenssteuern (Platz eins im weltweiten Vergleich), den Umsatzsteuern (Platz eins), der Einkommenssteuer (Platz eins), den Sozialversicherungsbeiträgen, der Bürokratie und dem Altersdurchschnitt der Gesellschaft. Auch beim Image, der Erfahrung und der Bereitschaft, ausländische Fachkräfte anzuheuern, kann das Land punkten. Mau sieht es dagegen mit der Beschäftigungsrate von Frauen aus.

  • Platz 7

    Kanada festigt den siebten Platz. Das Land gilt wegen seiner Facharbeiter, der politischen Stabilität, dem hohen Bildungslevel, der guten Infrastruktur und dem unternehmerfreundlichen Umfeld als besonders attraktiv für Unternehmen.

  • Platz 6

    Gleich drei Ränge nach oben geht es für Deutschland. Der positive Trend setzt sich damit fort. Berlin belegte im Jahr 2007 noch Rang 16. Besonders gut steht Deutschland unter anderem bei der Jugendarbeitslosigkeit (weltweit Rang fünf), Export (weltweit Rang drei) und der Diversifizierung der Wirtschaftstätigkeit (Rang zwei) da. Auch bei Ausbildung und Lehre (Platz eins), Fortbildungen (Platz zwei), Produktivität der Arbeitskräfte und kleinen und mittelständischen Unternehmen (jeweils Platz eins) macht Deutschland keiner etwas vor. Bei Sozialversicherungsbeiträgen (Rang 54), Arbeitsstunden (Rang 53) oder dem Ausbau von Highspeed-Breitband (Rang 53) kann Deutschland noch etwas lernen.

  • Platz 5

    Schweden kommt in dem internationalen Vergleichsranking als zweitbeste europäische Nation auf einen guten fünften Platz. 2013 hatte es zwar noch für Rang vier gereicht, dennoch ist das nordische Land optimal für den globalen Wettbewerb aufgestellt - ganz anders als etwa 2007, als das Land nur Platz 19 belegte. Besonders in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung, Management und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ist das skandinavische Land unschlagbar. Auch die Produktivität der Firmen und das Finanz-Know-How sind weltspitze.

  • Platz 4

    Um einen Platz nach unten geht es für die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong. 2012 hatte es die chinesische Metropole noch auf Platz eins geschafft. Unternehmen aus aller Welt schätzen Hongkong besonders wegen der attraktiven und wettbewerbsfähigen Besteuerung der Unternehmen, dem wirksamen Rechtssystem, der unternehmerfreundlichen Umgebung, der verlässlichen Infrastruktur und der dynamischen Wirtschaftsentwicklung. Ganz gut steht Hongkong auch bei der Höhe der Steuersätze für die Bürger, dem Bank- und Finanzsektor sowie den Direktinvestitionen da.

  • Platz 3

    Vom fünften auf den dritte Platz geht in diesem Jahr für Singapur. Das asiatische Land wird von Unternehmen wegen seiner kompetenten Regierung, der verlässlichen Infrastruktur, dem wirksamen Rechtssystem und dem stabilen politischen System sowie seiner Unternehmerfreundlichkeit geschätzt.

  • Platz 2

    Der zweite Platz geht - wie im Vorjahr - an die Schweiz. Der kleine Alpenstaat mit seinen nur rund acht Millionen Einwohnern punktet besonders mit sehr gut ausgebildeten Fachkräften und hohen wissenschaftlichen Standards. Unternehmen aus aller Welt schätzen die politische Stabilität in der Schweiz genauso wie die gut ausgebildeten Arbeitskräfte vor Ort, die hohe Bildung, die herrschenden Steuersätze und die verlässliche Infrastruktur.

  • Platz 1

    Die wirtschaftlich stärkste und wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Zu diesem Ergebnis kommt das IMD World Competitiveness Center in seiner aktuellen Vergleichsstudie. Demnach punktet die US-Amerikaner mit einer dynamische Wirtschaft, qualifizierten Arbeitskräften, den guten Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten, sowie den starken Fokus auf Forschung und Entwicklung.

Das Weiße Haus wies darauf hin, dass die Quartalszahlen sprunghaft seien und andere Statistiken positiver ausfielen. Erste Zahlen für die Monate April und Mai zeigten, dass die US-Wirtschaft auf Kurs sei. „Doch die Erholung von der Großen Rezession bleibt unvollständig“, heißt es in einer Stellungnahme.

Aufschwung seit dem Frühjahr

Tatsächlich zeigen sich seit dem Frühjahr wieder Anzeichen eines kräftigen Aufschwungs der US-Wirtschaft. Vor dem Hintergrund von zuletzt besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten sollte der Dämpfer im ersten Quartal „nicht überinterpretiert werden“, lautet die Einschätzung von Johannes Jander von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Die Zahlen für das erste Quartal zeigen den ersten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den USA seit drei Jahren und den stärksten Einbruch seit sogar fünf Jahren. Noch deutlicher wird das Ausmaß , wenn man die Entwicklung zum Jahresende 2013 betrachtet: Im vierten Quartal 2013 hatte die US-Wirtschaft noch um 2,6 Prozent zugelegt.

Die US-Zahlen werden indes traditionell auf ein Jahr hochgerechnet. Daher können die Werte in den USA nicht mit entsprechenden Zahlen aus Europa verglichen werden.

Der aktuelle Einbruch ist nach Angaben des Handelsministeriums vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Der persönliche Konsum der Amerikaner sei im ersten Quartal geringer als erwartet ausgefallen. Gleichzeitig seien die Exporte stärker als befürchtet zurückgegangen.

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Bereits in der vergangenen Woche hatte sich die Notenbank Fed zur Wachstumsdelle geäußert. Nach dem harten Winter sei die Konjunktur auf dem Weg der Erholung, auch auf dem Arbeitsmarkt gebe es Zuwächse. Daher hielt die Fed an ihrem Kurs fest und fuhr die langfristigen Staatsanleihen zum fünften Mal in diesem Jahr zurück.

Allerdings schraubte die Fed zugleich die Wachstumserwartungen für dieses Jahr leicht nach unten: Sie rechnet jetzt für 2014 lediglich mit 2,1 bis 2,3 Prozent Wachstum. Im März hatte sie noch ein Plus von 2,8 bis 3,0 Prozent erwartet.

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