Konjunktur: US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet

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Konjunktur: US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Die größte Volkswirtschaft der Welt kommt langsam in Schwung. Die Zahlen aus dem zweiten Quartal sind besser als Volkswirte angenommen hatten. Doch die Arbeitslosigkeit bleibt weiter hoch.

US-Wirtschaft wächst solider als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen April und Juni mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,7 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet. Allerdings wurden die Daten für das erste Quartal nach unten revidiert: Demnach wuchs die Wirtschaft zu Jahresbeginn nur um 1,1 statt der zunächst veranschlagten 1,8 Prozent. Somit hat das Wachstum im zweiten Quartal sogar an Dynamik gewonnen. Die Zahlen wurden wenige Stunden vor dem anstehenden Zinsbeschluss der US-Notenbank bekannt. Diese erwägt bei einer durchgreifenden konjunkturellen Erholung ein Zurückfahren ihrer Milliardenhilfen. Der Euro gab nach Veröffentlichung der BIP-Zahlen nach.

Die größten US-Konzerne – und wie viele Jobs sie stellen

  • Exxon Mobil

    Der Mineralöl-Konzern Exxon Mobil ist nicht nur das größte Unternehmen der USA (nach Umsatz), sondern auch das umsatzstärkste Unternehmen der Welt. In Deutschland bekannt ist die Tochter Esso. Exxon Mobil machte im Lauf des vergangenen Jahres 41 Milliarden Dollar Gewinn und ist damit auch in diesem Bereich Spitze. Weltweit beschäftigt der Konzern 83.600 Mitarbeiter (Stand: Dezember 2010), weniger als ein Drittel arbeiten in den USA.

  • Apple

    Mit einem Markenwert von 183 Milliarden Dollar landete der US-Technologiekonzern Apple im Mai in einem Ranking des Marktforschungsunternehmens Millward Brown zum wiederholten Mal auf dem ersten Platz. Der Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben rund 47.000 Angestellte in den USA, aber 70.000 im Ausland.

  • IBM

    IBM, die International Business Machines Corporation, ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Hard- und Software und für Dienstleistungen im IT-Bereich. Darüber hinaus ist es eines größten Beratungsunternehmen. Der Umsatz betrug 2011 satte 106,9 Milliarden US-Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern über 433.000 Mitarbeiter. Lediglich gut 105.000 Jobs stellt IBM in den Vereinigten Staaten.

  • Microsoft

    Der Software- und Hardwarehersteller hat etwa 93.000 Mitarbeitern weltweit und machte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 69,94 Milliarden US-Dollar. In Microsofts „Heimatstadt“ Redmond, einem Vorort Seattles, hat rund die Hälfte der Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Im Hauptsitz des Software-Riesen arbeiten 39.000 Menschen.

  • Chevron Corporation

    Chevron Corporation ist ein weltweit operierender Energiekonzern. Er gehört zu den weltgrößten Ölkonzernen. Das Hauptquartier liegt in San Ramon, Kalifornien, der Konzern ist jedoch in mehr als 180 Ländern aktiv. Für Chevron arbeiten rund 62.000 Menschen. Nur knapp die Hälfte, etwa 30.000 Angestellte, sind in den USA beschäftigt.

  • General Electric

    General Electric machte 2011 einen Gewinn von 14 Milliarden Dollar. 301.000 Menschen arbeiten für den US-Mischkonzern (Stand: April 2011), der zum Beispiel in den Sparten Versicherungen, Immobilienmanagement oder Energie-Infrastruktur tätig ist, aber auch Lokomotiven oder Flugzeugtriebwerke herstellt.

  • Berkshire Hathaway

    Berkshire Hathaway ist vor allem durch seinen charismatischen Vorsitzenden, dem Multimilliardär Warren Buffett bekannt. Zehn Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftete der US-Konzern im vergangenen Jahr. Die Beteiligungsgesellschaft ist besonders im Bereich Versicherungen und Rückversicherungen aktiv. Bezieht man die Beteiligungen mit ein, beschäftigt Berkshire Hathaway 270.858 Mitarbeiter.

  • AT&T

    Der nordamerikanische Telekommunikationskonzern AT&T stellt neben Telefon-, Daten- und Videotelekommunikation auch Mobilfunk und Internetdienstleistungen für Unternehmen, Privatkunden und Regierungsorganisationen zur Verfügung. AT&T hatte lange Zeit eine Monopolstellung in den USA und Kanada. Daher war die Firma auch lange die größte Telefongesellschaft der Welt und der weltgrößte Kabelfernsehbetreiber. Der Konzern verbuchte 2010 einen Umsatz von 124,3 Milliarden Dollar und beschäftigt gut 300.000 Mitarbeiter – den größten Teil in den USA.

  • Walmart

    Der Einzelhandelskonzern beherrscht einen großen Teil des US-Marktes. Wal-Mart beschäftigt weltweit über zwei Millionen Angestellte und ist damit der größte private Arbeitgeber der Welt. 2011 steigerte der Konzern seinen Umsatz auf 446,9 Milliarden Dollar.

Einen Schub bekam das Wachstum dank steigender Investitionen: Während Unternehmen ihre Ausgaben im ersten Quartal um 4,6 Prozent zurückgefahren hatten, steigerten sie ihre Ausgaben im zweiten Quartal wieder um 4,6 Prozent. Zugute kam der Konjunktur auch ein langsamerer Rückgang staatlicher Ausgaben. Diese sanken lediglich um 1,5 Prozent, während sie von Januar bis März um satte 8,4 Prozent gefallen waren.

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Trotz dieser Anzeichen von Erholung ist die US-Wirtschaft noch weit von ihren normalen Bedingungen entfernt. Nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds IWF wird die Arbeitslosenquote in diesem Jahr auf 7,6 Prozent verharren und im kommenden Jahr nur leicht auf 7,3 Prozent fallen. Trotz der Bemühungen von US-Präsident Barack Obama, neue Arbeitsplätze zu schaffen, sind Millionen Amerikaner ohne Job.
Am Mittwochabend wollte die US-Notenbank im Anschluss an eine zweitägige Sitzung ihren Zinsentscheid bekanntgeben. Die Währungshüter erwägen, ihre milliardenschweren Anleihekäufe zurückzuschrauben, wenn sich der Arbeitsmarkt „substanziell“ verbessert hat.



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