Das älteste Institut, das IfW, wurde 1914 als „Königliches Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft“ gegründet. Sein Forschungsschwerpunkt liegt seit jeher auf weltwirtschaftlichen Fragen, was dem IfW ein Alleinstellungsmerkmal unter den Instituten sichert. Das 1925 gegründete DIW war lange Zeit die führende Denkfabrik in Sachen Konjunkturforschung. In den letzten Jahren hat es in diesem Bereich jedoch an Bedeutung verloren, an den Frühjahrs- und Herbstgutachten darf es seit 2007 nicht mehr teilnehmen. Stärken hat das DIW hingegen auf den Gebieten Arbeitsmarktforschung und Panel-Analysen.
Das RWI in Essen war ursprünglich eine Ausgründung des DIW. Es wurde 1926 als „Abteilung Westen“ des DIW-Vorläuferinstituts mit der Aufgabe gegründet, die konjunkturelle Entwicklung im rheinisch-westfälischen Industrierevier zu beobachten. Heute deckt es mit Themen wie Arbeitsmarkt, Bildung und Migration ein breiteres Spektrum ab. 1949 kam das Münchner ifo Institut hinzu, 1990 das ZEW in Mannheim. Eine politische Sonderstellung genießt das IWH, das 1992 nach der Wiedervereinigung als Forschungsinstitut für Ostdeutschland gegründet wurde.
Tradition ist keine Garantie
Aufgabe der Institute ist es, auf der Basis fundierter Forschung die Politik zu beraten und die Öffentlichkeit über wirtschaftliche Zusammenhänge zu informieren. Seit Mitte der Neunzigerjahre unterziehen die staatlichen Geldgeber die Institute dabei einer verschärften Qualitätskontrolle durch die Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz (WGL). In der Folge ist der Forschungsoutput der Denkfabriken deutlich gestiegen. Der Wettbewerbsdruck hat die Branche gehörig durcheinandergewirbelt. Galten Mitte der Neunzigerjahre das IfW und das ZEW als forschungsstärkste Institute, so haben in den vergangenen Jahren das RWI und vor allem das ifo Institut aufgeholt.
Letzteres soll wegen seiner deutlich verbesserten Forschung nun wieder als vollwertige Forschungseinrichtung gefördert werden. Dass kein Institut allein wegen seiner Tradition eine Überlebensgarantie beanspruchen kann, musste 2006 das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv erfahren: Wegen mangelhafter Forschungsleistungen machten es Bund und Länder dicht.














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Alle Kommentare lesen25.08.2009, 17:34 UhrAnonymer Benutzer: güntha
als erstes möchte ich mich bei ihnen für diesen Artikel bedanken! es ist wirklich eine frechheit, wieviele menschen in deutschland das recht haben monopoly auf kosten anderer zu spielen. man kann nur hoffen das irgendwann jemand mitspielt, der das ganze spielbrett zu boden wirft und alle wieder auf anfang gehen müssen!!
29.04.2009, 11:35 UhrAnonymer Benutzer: Peter Neururer
Genau! Ohne diese Prognosen hätten wir keine Krise! Diese Miesepeter, Muscheltaucher und Vollfriseure aus den Elfenbeintürmen sollten Rasen mähen gehen! Wirtschaft ist die reine Psychologie (nichts anderes) und da muss ein positives Denken rein - wen schert denn schon die Steuerschätzung, wenn die ohnehin nicht auf verlässlichen Zahlen basiert - lassen wir uns doch einfach überraschen! Das funktioniert mit dem Überraschungsei hervorragend - und das ist ein Verkaufsschlager!
28.04.2009, 14:05 UhrAnonymer Benutzer: Analyst
es ist das deutsche Grundproblem !
Als Analyst der letzten 40 Jahre bleibt nur die Erkenntnis (die aber keiner hören will)
daß sich auf der paylist des Steuerzahlers eine unglaubliche Anzahl von "Mitarbeitern" befindet, die ganz einfach jeden Monat ihre Überweisung oder Pension erhalten ohne jemals selbst auch nur einen Pfennig/Cent zum Steueraufkommen beigetragen zu haben.
Die Politik und der öffentliche Dienst lassen nur noch arbeiten.
(ausdrücklich nicht Feuerwehr, Polizei und Krankenhauspersonal !!!)
Der NiCHT-öffentliche Dienst hat - durch die Politik bewusst iniziiert - klammheimlich ein unvorstellbares Ausmaß angenommen.
Nur 1 beispiel:
Das "Deutsches Jugendinstitut" in München mit hunderten von "Arbeitsplätzen" besteht mind. schon 40 Jahre
Was hat es den Kindern an Verbesserung bis heute gebracht ????