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Konjunktur: Warum eigentlich ist Deutschland so abhängig vom Export?

von Maxim Kireev

Gäbe es einen Pokal für Exportrekorde, hätte Deutschland einen vollen Trophäenschrank.

Container-Schiff am Hamburger Quelle: AP
Container-Schiff am Hamburger Hafen. Viele Jobs hängen am Export Quelle: AP

Seit 2002 ist unsere Wirtschaft Exportweltmeister und lieferte allein 2008 Waren im Wert von 995 Milliarden Euro ins Ausland. Doch seit Ausbruch der globalen Krise sorgen ausgerechnet die Exportstatistiken für Ernüchterung.

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Weil die Welt weniger Autos, Maschinen und Chemieprodukte ordert, ist der Warenstrom ins Stocken gekommen. Die deutsche Wirtschaft schrumpft 2009 im Vergleich der westlichen Industriestaaten am stärksten, weil sie wie kaum eine andere am Tropf des Weltmarkts hängt. Ein Viertel der Arbeitnehmer produziert für den Export, jeder dritte erwirtschaftete Euro kommt aus dem Exportgeschäft.

Waren vom Todfeind

Warum ist das so? Nach dem Krieg bescherte die Exportwirtschaft der Bundesrepublik satte Wachstumsraten. Die Nachfrage nach Investitionsgütern wie Maschinen, Lokomotiven und Industrieanlagen war im zerstörten Europa groß. Viele Fabriken hierzulande hatten die Bombenangriffe heil überstanden, und große Teile der Industrie waren auf genau diese Güter spezialisiert. Gleichzeitig waren die Löhne geringer als in anderen europäischen Staaten. Da die Binnennachfrage noch fehlte, mussten die Betriebe exportieren. Briten, Franzosen und Amerikaner bestellten nun wieder Waren beim ehemaligen Todfeind.

18 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 09.02.2011, 12:39 UhrAnonymer Benutzer: dddd

    noobs

  • 16.10.2009, 23:48 UhrAnonymer Benutzer: Dreamer

    komisch Karl-Heinz, den Gedanken hatte auch ich, bevor ich auf deinen beitrag stieß

  • 16.10.2009, 18:27 UhrAnonymer Benutzer: Torturius

    Zitat: "Darüber streiten die Ökonomen; schließlich könnte Deutschland im nächsten Aufschwung auch wieder Profiteur sein, wenn die globale Nachfrage anzieht."
    Wann hat denn Deutschland das letzte mal vom Export profitiert? ich meine Deutschland insgesamt und nicht ein paar wenige Kapitalgewinnler...
    Das war vor über 20 Jahren, seitdem werden alle gewinnsteigerungen nur noch nach oben weiterverteilt.
    Deshalb kann Deutschland NiCHT gewinnen, höchstens ein paar wenige Deutsche, die jedoch durch die ganzen Steuersenkungen für Großverdiener weniger denn je in die Staatskasse davon abgeben.
    Und um die inlandsnachfrage zu steigern, müsste man ja höhere Löhne zahlen und auf Kapitalgewinne verzichten. Das werden die Kapitalgewinnler nicht zulassen, da ja dann ihr dritter benz gefärdet ist...
    bleibt also alles beim Alten, bis die Menschen endlich begreifen, wie sie von der industrie und ihrer Lobby vera....t, ausgenommen und regiert werden und sich endlich dagegen wehren.

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