Konjunktur: Wirtschaft startet schwächer ins Jahr als erwartet

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Konjunktur: Wirtschaft startet schwächer ins Jahr als erwartet

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Container werden gelagert.

Die deutschen Firmen steigern ihre Exporte und die Produktion nur leicht. Die Wachstumsprognosen müssen nach unten korrigiert werden.

Trotz steigender Produktion und mehr Exporten ist die deutsche Wirtschaft wohl schwächer ins Jahr gestartet als gedacht. Die Ausfuhren kletterten im Februar zwar um 1,5 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Exporteure sprachen jedoch von einer "nicht allzu berauschenden" Bilanz und machen vor allem ein schwaches Geschäft mit der Euro-Zone verantwortlich.

Zudem stellten Industrie, Baubranche und Energieversorger zusammen 0,2 Prozent mehr her. Allerdings fiel die Produktion im Januar deutlich schlechter als ursprünglich gemeldet. Damit zeichnet sich für das erste Quartal ein schwächeres Wachstum ab als von vielen erwartet. "Die Bäume wachsen konjunkturell nicht in den Himmel", sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe.

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Konjunkturdaten der Weltwirtschaft

  • USA

    Wirtschaftswachstum

    2014: 2,3 %

    2015: 2,7 %

    Inflation

    2014: 1,7 %

    2015 - 1,0 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 6,2 %

    2015: 5,7 %

  • China

    Wirtschaftswachstum

    2014: 7,3 %

    2015: 7,0 %

    Inflation

    2014: 2,0 %

    2015: 1,8 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 4,0 %

    2015: 3,9 %

  • Russland

    Wirtschaftswachstum

    2014: 0,1 %

    2015: –1,7 %

    Inflation

    2014: 7,7 %

    2015: 8,8 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 5,1 %

    2015: 5,0 %

  • Japan

    Wirtschaftswachstum

    2014: 0,2 %

    2015: 1,1 %

    Inflation

    2014: 2,9 %

    2015: 2,3 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 3,7 %

    2015: 4,3 %

  • Frankreich

    Wirtschaftswachstum

    2014: 0,4 %

    2015: 0,9 %

    Inflation

    2014: 0,5 %

    2015: 0,6 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 10,2 %

    2015: 10,1 %

  • Großbritannien

    Wirtschaftswachstum

    2014: 3,0 %

    2015: 2,6 %

    Inflation

    2014: 1,5 %

    2015: 1,5 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 6,2 %

    2015: 5,5 %

  • Türkei

    Wirtschaftswachstum

    2014: 2,6 %

    2015: 3,1 %

    Inflation

    2014: 9,0 %

    2015: 7,1 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 9,7 %

    2015: 9,7 %

  • Brasilien

    Wirtschaftswachstum

    2014: 0,0 %

    2015: 0,5 %

    Inflation

    2014: 6,3 %

    2015: 5,3 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 5,0 %

    2015: 5,4 %

  • Portugal

    Wirtschaftswachstum

    2014: 0,8 %

    2015: 1,5 %

    Inflation

    2014: –0,3 %

    2015: 0,4 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 14,2 %

    2015: 13,7 %

  • Spanien

    Wirtschaftswachstum

    2014: 1,3 %

    2015: 2,0 %

    Inflation

    2014: –0,1 %

    2015: –0,3 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 24,5 %

    2015: 22,9 %

  • Italien

    Wirtschaftswachstum

    2014: –0,3 %

    2015: 0,6 %

    Inflation

    2014: 0,2 %

    2015: –0,2 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 12,6 %

    2015: 12,9 %

  • Griechenland

    Wirtschaftswachstum

    2014: 0,2 %

    2015: 1,9 %

    Inflation

    2014: –1,1 %

    2015: –0,3 %

    Arbeitslosigkeit

    2014: 27,1 %

    2015: 26,4 %

In den vergangenen Monaten hatten viele Ökonomen ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft 2015 auf zwei Prozent oder mehr erhöht. Auch die Stimmung der Firmen hat sich zuletzt fünfmal in Folge verbessert, wie aus der Ifo-Umfrage unter rund 7000 Managern hervorgeht.

Doch in einigen der harten Konjunkturdaten spiegelt sich diese Zuversicht - noch - nicht wieder. So fielen im Februar die Industrieaufträge bereits den zweiten Monat in Folge. Vor allem die Auslandsnachfrage schwächelt derzeit. Die Exporteure verkauften im Februar Waren für 95,7 Milliarden Euro - dies waren 3,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Allerdings stiegen die Ausfuhren in Euro-Länder mit 1,7 Prozent weit unterdurchschnittlich und schrumpften in den ersten beiden Monaten des Jahres sogar.

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"Der deutsche Außenhandel ist weiterhin auf Impulse von außerhalb Europas angewiesen", sagte Präsident Anton Börner vom Branchenverband BGA. Die Firmen setzten in den nächsten Monaten vor allem auf positive Geschäfte mit den USA und China. "Auch der Iran könnte langfristig wieder ein attraktiver Markt werden" ergänzte Börner mit Blick auf die Einigung im Atomstreit.

Bei den Importen gab es im Februar ein Plus von 1,8 Prozent zum Vormonat und einen Anstieg von 0,8 Prozent zum Vorjahr. Viele Ökonomen sprachen zwar von gemischten Daten, gehen aber dennoch davon aus, dass die Konjunktur weiter anzieht und zunehmend auch vom niedrigen Euro profitiert. "Es gibt keinen Grund an der Frühjahrserholung der deutschen Wirtschaft zu zweifeln", sagte Carsten Brzeski von der ING-Bank.

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